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Sulfide des Mangans und Eisens.
liefert mit Chlorbarium einen dunkelrothen Niederschlag vonBariumferrat, BaFe0 4 , welches ziemlich beständig ist.
Sulfide des Mangans und Eisens.
Mangansulfide.
820. Manganosulfid, MnS, findet sich in körnigenschwarzen Massen oder Würfeln von 4,04 specif. Gewicht alsManganblende und entsteht als grünes, bei starker Roth-gluth schmelzendes und zu grauer krystallinischer Masse er-starrendes Pulver, wenn das Carbonat oder die Oxyde desMangans in einem Schwefelwasserstoffgasstrome erhitzt werden.Von starken wässerigen Säuren wird es unter Schwefelwasser-stoffentwickelung gelöst.
Schwefelammonium bringt in den Lösungen reiner Man-gansalze einen in verdünnten Säuren sehr leicht löslichenfleischrothen hydratischen Niederschlag hervor, wahrscheinlichdas Oxythiohydrat, HO . Mn . S^3 (vergl. §. 619), dassich beim Erhitzen oder längerem Stehen unter einer Schwefel-ammoniumlösung in ein grünes Krystallpulver, 3MnS-|-H 2 0oder HO . Mn . S . Mn . S . Mn . SIT, verwandelt, in feuchtemZustande an der Luft schnell zu Manganosulfat oxydirt wird,beim Erhitzen unter Luftabschluss aber hellgrünes Oxysulfid,Mn 2 OS, hintei'lässt:
2Mn{og = HoO + H 2 S -f- Mnj^Mn.
Mangansupersulfid, MnS 2 , kommt in regulären, halbmetallisch glänzenden Krystallen als Hauerit mineralisch vor.
Eisensulfide.
821. Ferrosulfid oder einfach Schwefeleisen,FeS, dessen Bildung als Nebenproduct bei der Darstellung desBleies und Quecksilbers bereits erwähnt wurde, bildet sichdirect unter beträchtlicher, oft bis zur Feuererscheinung sichsteigernder Wärmeentwickelung beim Erhitzen von Eisen imSchwefeldampfe, ja schon wenn ein augefeuchtetes Gemengevon fein zertheiltem Eisen mit Schwefel sich selbst über-