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Aluminiumhydrate.
so geht fast nur Salzsäure in das Wasser über und auf demDialysator bleibt nach mehreren Tagen eine chlorfreie, klare,wässerige Aluminiumhydratlösung zurück, welche ausserordent-lich leicht durch geringe Mengen von löslichen Alkalisalzenoder Säuren und sofort beim Erwärmen, unter Umwandlungin das gewöhnliche unlösliche gallertige Hydrat, gelatinirt.Enthält sie nur 0,5 Proc. Thonerde, so lässt sie sich ohne Ver-änderung kochen. Auch organische Farbstofflösungen veran-lassen die Gerinnung unter Bildung von Lackfarben.
b) Metatlionerde. Beim Kochen einer verdünnten Lö-sung von neutralem essigsaurem Aluminium, welche auf 100Theile beim Eindampfen und Glühen 4 bis 5 Theile Thonerdehinterlässt, scheidet sich ein unlösliches basisches Salz ab:Al 2 (0 . C 2 H 3 O) 0 -f H 2 0 = A1 2 0(0.C 2 H 3 0) 4 + 2 HO . C 2 H 3 0,welches sich nach dem Auswaschen bei längerem Kochen inder 200 fachen Menge reinen Wassers vollkommen löst. Erhitztman diese Flüssigkeit 10 Tage lang in einem in kochendemWasser stehenden verschlossenen Gefässe, so verliert sie densüsslich adstringirenden Geschmack der löslichen Aluminium-salze vollständig. Sie enthält jetzt gelöste Metathonerde undfreie Essigsäure, welche letztere durch Kochen, am besten nachZusatz eines gleichen Wasservolums, leicht verjagt werdenkann. Die zurückbleibende, neutral reagirende reine Meta-thonerde-Lösung kann ohne zu gerinnen, bei Wasserbad-hitze zu einem Syrup eingedampft werden und hinterlässtschliesslich gummiartige Metathonerde von der Formel Al 2 0(0H) 4 .Selbst bei starker Verdünnung dagegen gelatinirt sie, wenneine Spur Schwefelsäure oder eines löslichen Sulfates, etwasAmmoniak oder Aetzalkali zugesetzt wird. Durch essigsaureund salpetersaure Salze und lösliche Chlormetalle wird sie nurschwer zum Gelatiniren gebracht. Die durch essigsaure Salzeabgeschiedene Gallerte löst sich in reinem Wasser wieder auf.Auch durch organische Farbstoffe wird die Metathonerdelösungzum Gelatiniren gebracht, die Gallerte ist dann aber nach demWaschen mit Wasser farblos, liefert keine Lacke und kanndaher nicht als Beizmittel in der Färberei dienen.
Bei schwacher Rothgluth werden alle Hydrate in amorphesAluminiumoxyd und Wasser zersetzt.
719. Aluminate. Aluminiumoxyd geht beim Schmelzenmit ätzenden Alkalien in lösliche, bei Glühhitze schmelzbareAluminate über, welche je nach den Ingredienzmengen nach