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Aluminiumhaloicle.
Mit Haloiden anderer Metalle, namentlich der Alkalimetalle,liefern sie krystallisirbare Doppelhaloide.
H al oge n v erb in d u n g en des Aluminiums.
711. Fluoraluminium, A1 2 F1 6 , wird aus Aluminium-oxyd und Fluorwasserstoff als sehr beständige, in Wasser un-lösliche Verbindung erhalten, welche bei starker Rothgluth inwürfelähnlichen Rhomboedern sublimirt.
Durch Zusammenschmelzen mit den Alkalimetallfluorürenerhält man die in Wasser ebenfalls unlöslichen Doppelfluorüre,K 6 A1 2 F1 12 und Na 6 Al 2 Fl 12 . Die Natrium Verbindung kommtin Grönland als Kryolith in beträchtlichen Lagern vor undwird bergmännisch gewonnen. Von verdünnten Säuren werdendie Fluorüre nicht angegriffen, durch concentrirte Schwefel-säure aber unter Fluorwasserstofi'entwickelung in Sulfate über-geführt, von Alkalilaugen gelöst und durch Erhitzen mit Kalkumgesetzt. Aus Kryolith entsteht im letzteren Falle nebenFluorcalcium in Wasser lösliches Natriumaluminat:
Na 0 A1 2 F1 i2 -f 6CaO = 6CaFl 2 -f Na 6 Al 2 0 6 .
712. Chlor aluminium, Al 2 Cl fl , wird meist durch Glü-hen eines innigen Gemenges von 5 Theilen Aluminiumoxydmit 2 Theilen Kohle im trocknen Chlorgasstrome (vergl. §. 358und 370) erhalten. In kalt gehaltenen Vorlagen condensirt essich als äusserst hygroskopische krystallinische Masse, welchevon gelb färbendem Eisenchlorid durch Destillation über er-hitztes Aluminium befreit werden kann, da jenes dabei in weitschwerer verdampfendes Eisenchlorür übergeht:
3Fe 2 Cl 6 + 2 AI = 3Fe 2 Cl 4 -f- A1 2 C1 6 .
Es bildet in reinem Zustande farblose hexagonale Tafeln,welche schon bei gewöhnlicher Temperatur merklich ver-dampfen und daher an feuchter Luft rauchen. Beim Erhitzenunter gewöhnlichem Luftdruck schmilzt es nicht, in verschlos-senen Gefässen dagegen leicht unter dem Drucke der eigenenDämpfe. Die Dampfdichte wurde bei 360° bis 1020°, der For-mel Al 2 Cl e entsprechend, zu 9,34 gefunden. Der Siedepunktliegt bei etwa 185°, da die Dämpfe sich dicht unterhalb dieserTemperatur zu condensiren beginnen.
Mit Wasser verbindet sich das Chloraluminium unter star-ker, bis zu explosiver Wirkung sich steigernder Erhitzung zu