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Sulfide des Kupfers.
685. Cupridsulfid oderKupfersulfid, CuS, kommtin der Natur nur selten in schwarzblauen, hexagonalen Pris-men oder derben Massen als Ivupferindig vor. Künstlicherhält man es als ebenso gefärbtes körniges Pulver bei gelin-dem Erhitzen eines ' innigen Gemenges von feinpulverigemKupfer und Schwefelblumen, oder bei längerer Einwirkung vonAmmoniumsupersulfiden (§. 275) auf zertheiltes Metall. Ausden Lösungen der Cupridsalze fällt es durch Schwefelwasserstoffals amorpher schwarzer Niederschlag, welcher sich in feuchtemZustande an der Luft leicht zu Kupfersulfat oxydirt.
Yon warmer verdünnter Salpetersäure wird es, ebenso wieCuprosulfid, unter Schwefelabscheidung zu Cupridnitrat gelöst:
3CuS + 8HNO s = 3 Cu(N0 3 ) 2 + 3S +• 4H 2 0 + 2NOund
3 Cu 2 S -f I6HNO3 = 6 Cu (N 0 3 ) 2 + 3S + 8H 2 0 -f 4NO.
Durch die einfachen Sulfide der Alkalimetalle und des Am-moniums wird Cupridsulfid nicht verändert, wohl aber vonden Pentasulfiden, namentlich des Ammons, etwas gelöst undbei längerer Berührung mit denselben in rothe krystallinischeVerbindungen, z. B. 2 CuS -}- (NH 4 ) 2 S 5 , verwandelt.
Andere Kupfer-Alkalimetallsulfide bilden sich, wenn man1 Theil Kupferpulver mit 6 Theilen trocknem Kalium- oderNatriumcarbonat und ebenso viel Schwefel zusammenschmilzt.Beim Ausziehen der erkalteten Masse mit eiskaltem Wasserhinterbleiben stahlblaue glänzende Kryställchen, welche durchwarmes Wasser und namentlich durch verdünnte Säuren schnellzersetzt werden. Sie enthalten beide das Kupfer theilweise imCupro-, theilweise im Cupridzustande. So ist z. B.
die Natriumverbindung Na 2 Cu 3 S 3 = S ' q " SNa"
Cu . S . Cu . S . Cu . Cu . S Kdie Kalium Verbindung K 2 Cu 8 S 6 = J
Cu . S . Cu . S . Cu . Cu . S K
686. Zu den Schwefelverbindungen des Kupfers sind jeden-falls auch die Cuprosalze der Thioschwefelsäure und schwefli-gen Säure zu rechnen. Enthalten dieselben gleichzeitig anderesMetall, so ist alles Kupfer im Cuprozustande vorhanden, fehlensolche dagegen, so tritt meist ein Theil des Kupfers, und zwarjedenfalls der an Sauerstoff gebundene, im Cupridzustande auf.
So scheidet z. B. eine Lösung von Kupfervitriol mit etwasmehr als 2 Mol. Natriumthiosulfat in der Kälte goldgelbe Kru-