Carbonate.
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bonates langsam statt, so geschieht die Abscheidung des neu-tralen Salzes in krystallinisclier Form und zwar bei niedrigerTemperatur vorwiegend in den hexagonalen Gestalten desKalkspathes (z. B. Kalksinter und Kalktuff, Sprudelsteine undTropfsteine oder Stalactiten), bei höherer Temperatur dagegenhauptsächlich als Arragonit. Letztere Formen bilden sich stetsin vorwiegender Menge, wenn gleichzeitig kleine Quantitätender kohlensauren Salze des Strontiums und Bariums vorhandensind. Kalkspathkryställchen dagegen entstehen bei Anwesenheitvon dem Kalkspath isomorphen Carbonaten, w T ie des Magnesiumsund anderer Metalle, auch in der Wärme.
Kohlensaures Calcium ist ein Bestandtheil aller Pflanzen-aschen und findet sich als solches auch in thierischen Orga-nismen, oder wird aus diesen ausgeschieden. Die hartenSchalen der Vogeleier, der Muscheln, die Gehäuse derSchnecken u. a. m. enthalten vorwiegend kohlensaures Cal-cium. Die weiche weisse Kreide ferner i besteht der Haupt-menge nach aus den Panzern mikroskopischer Polythalamien.
Die Löslichkeit des neutralen Salzes in Wasser ist ver-schwindend gering, da 100 Theile des letzteren noch nicht0,002 Theile aufnehmen.
530. Kohlensaures Calcium-Natrium,
Gleiche Molecule von Calcium und Natriumcarbonat schmelzenbei Rothgluth zu einer farblosen Flüssigkeit, die beim Erkaltenzu durchscheinender Masse von krystallinischem Bruche erstarrt.Frisch gefälltes Calciumcarbonat verwandelt sich in kalt ge-sättigter Sodalösung in mikroskopische monokline Krystalleder wasserhaltigen Verbindung CaNa 2 (CO s ) 2 -(- 5H 2 0, welcheals Mineral den Namen „Gaylussit" führt. Durch viel reinesWasser wird das Doppelsalz langsam wieder in seine Compo-nenten zersetzt.
531. Kohlensaures Strontium, SrCO s , findet sichals Strontianit mit rhombischer Krystallform, dem Arragonitisomorph, und hat dann da§ specif. Gewicht 3,605 bis 3,713.Die Löslichkeit scheint etwas grösser als beim Calciumcarbonatzu sein, da sie bis zu 0,005 Theile auf 100 Theile Wasser an-gegeben wird.
.O.CO. ONa
O.CO.ONa