Bromüre.
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es natürlich vor. Es krystallisirt in Würfeln von 1,995 specif.Gewicht, welche sich in kaltem Wasser schwerer, in heissembeträchtlich leichter als Kochsalz lösen ( L = 29,3 + 0,2738 t),von absolutem Alkohof aber nicht aufgenommen werden. Diesiedend gesättigte Lösung enthält auf 100 Theile Wasser 59,4Theile KCl und kocht bei 108,3°. Geschmack und sonstiges Ver-halten sind dem des Kochsalzes durchaus ähnlich, doch schmilztund verdampft das Chlorkalium leichter.
Chlorrubidium, RbCl, bildet glänzende, leicht lösliche,an feuchter Luft nicht zerfliessliche Würfel, von welchen sichbei 0° 76,4 Theile, bei 7° schon 83 Theile in 100 TheilenWasser lösen. Es schmilzt und verdampft noch leichter alsChlorkalium.
Chlorcäsium, CsCl, zerfliesst an feuchter Luft undschmilzt und verdampft schon bei ganz schwacher Rothgluth.Von allen übrigen Alkalimetallchlorüren unterscheidet es sichdurch seine in Wasser schwer lösliche Verbindung mit An-timontrichlorür, CsCl -|- SbCl 3 , welche sich beim Vermischenseiner Lösung mit einer salzsauren Chlorantimonlösung in hexa-gonalen Krystallen abscheidet.
Bromüre der Alkalimetalle.
438. Die Alkalibromüre kommen zwar in der Natur vor,treten aber nur als Begleiter der Chlorüre in geringen Men-gen auf (vergl. §. 199), In reinem Zustande werden sie durchSättigen von Bromwasserstoffsäure mit den Alkalien oder ihrenkohlensauren Salzen gewonnen.
Bromlithium, LiBr, zerfliesst an feuchter Luft, undwird auch von Alkohol leicht gelöst, 100 Theile Wasser neh-men bei 0° 143 Theile, bei 103° 270 Theile auf.
Bromnatrium, NaBr, krystallisirt aus wässeriger Lösungoberhalb 30° wasserfrei in Würfeln von 3,1 specif. Gewicht,unterhalb dieser Temperatur dagegen monoklin als Na Br-f- 2 H 2 0. Die Löslichkeit in 100 Theilen Wasser beträgt bei0° = 77,5 Theile, bei 100° 115 Theile. Die höchst gesättigteLösung siedet bei 121°.
Bromkalium, KBr, hat das specif. Gewicht 2,681. DerLöslichkeitscoefficient ist bei 0° = 53,5 Theile, bei 100° =102 Theile.
Bromrubidium, RbBr, krystallisirt in nicht zerfliess-