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Niob und Tantal.
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Es ist eine citronengelbe Flüssigkeit von 1,84 specif. Gewichtund 127° Siedepunkt, welche durch Wasser in Salzsäure undYanadsäure zersetzt wird. Seine Dämpfe verlieren, wenn siemit Wasserstoffgas durch rothglühende Köhren geleitet wer-den, Chlor und liefern verschiedene andere Oxychlorüre, soz. B. Vanadoxy chlorür, VdOCl, als braune flockige Masse,und Vanadoxydichlorür, VdOCl 2 , in sublimirbaren, gras-grünen, an feuchter Luft zerfliesslichen Krystallen.
353. Beim Glühen von Vanadpentoxyd im Schwefelwasser-stoffgase entsteht schwarzes Oxysulfid des Vanads, wahrschein-lich Vd 2 0 2 S 2 .
Vanadoxytrichlorür absorbirt Ammoniakgas und erhärtetdabei zu einer weissen Krystallmasse, welche beim ErhitzenSalmiak verdampfen lässt. Es bleibt dabei ein schwarzes Pul-ver, wahrscheinlich ein Oxynitril zurück, welches bei mehr-stündigem, heftigem Glühen in einer Ammoniakatmosphärein Stickstoffvanad oder Yanadnitril, VdN, übergeht.Letzteres ist ein graubraunes Pulver, welches beim Erhitzenan der Luft verbrennt. Beim Glühen in trocknem Chlorgaseverwandelt es sich in Tetrachlorür:
Vd 2 N 2 + 4C1 2 = 2 VdCl 4 -f N s .
XVII. Niob, Nb = 95 und XVIII. Tantal, Ta = 182.
354. Diese Zwillingselemente finden sich stets zusammenin Form niob- und tantalsaurer Salze des Eisens, Mangans etc.in den sogenannten Columbiten, Niobiten und Tantaliten, zudenen noch einige andere, aber ebenfalls sehr seltene Mineralien,wie Yttrotantalit, Euxenit undPyrochlor kommen. Die ausser-ordentlichen Schwierigkeiten, welche dieses Zusammenauftretenund die Aehnlichkeit ihrer Verbindungen der näheren Unter-suchung beider Elemente entgegensetzen, führte zu den anqualvolle Schicksale erinnernden Namen. Im Jahre 1802 wurdedas Gemenge der sauren Pentoxyde von Eckeberg als be-sonderer Stoff erkannt und Tantalsäure genannt. Später fandH. Rose, dass es kein einfacher Körper sei. Er unterschiedvon der Tantalsäure die Niobsäure und sogar eine dritte, die