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9 (1864) [U - Z]
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1183
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Zuckerfabrikation.

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Hahne u nach dem Rohre W (Fig. 73, 74) durchbohrt, so dass dieMähne u (ein Dreiweghahn) und W\ wenn die Presse wie in Fig. 73geschlossen ist, mittelst eines die Pressplatten durchziehenden Canalsu W mit einander commnniciren (in Fig. 73, 74 und 77 durch Punk-tirungslinie angedeutet). Von diesem Canale u W führen horizontalund rechtwinklig Seitencanäle d" d" (Fig. 75, 76 und 77, auch an-gedeutet bei Fig. 73 und 74) ab im oberen Theile der Pressrahmenentlang, aber nicht in jedem, sondern abwechselnd in dem je zweitenRahmen, nämlich immer nur in den mit d bezeichneten, während diemit s bezeichneten nicht durchbohrt sind. (Fig. 76 und 77 zeigen dieEinrichtung am deutlichsten, in Fig. 73 und 74 ist die Abwechselungvon Pressplatte ohne, und Pressplatte mit Canal vorn angedeutet.)

Jeder Dampfcanal d" steht durch Löcher o' o' (Fig. 75, 76 und 77)nach beiden Seiten mit dem durch die Canelirungen rr (Fig. 75,76, 77)gebildeten schmalen freien Räume hinter dem Siebe i' in Verbindung.Die unteren anfangs zum Saftablauf mitbenutzten Austrittsöffnungenee und d' d' dieses Raumes werden beim Aussüssen durch Schliessensämmtlicher Hähne (? 4 d 4 nach Aussen hin abgesperrt, nur die Aus-gänge der Canäle s's\ also die Hähne s" s" (Fig. 77), bleiben noch fin-den Saitablauf offen. Sobald man jetzt dm'ch u entweder directen Dampfaus x oder Retourdampf aus«/ in die Canäle d"d" treten lässt, dringt der-selbe durch o'ö' die Rinnen rr hinunter, erfüllt den Raum hinter dem Siebe/ und durchdringt, als eine der Oberfläche des Schlammkuchens gleichgrosse pressende Fläche, Tuch, Sieb und Kuchen in der Richtung derin Fig. 76 gezeichneten Pfeile, treibt den Saftinhalt des letzteren in dieCanelirungen /''/ der benachbarten Pressplatte, in denen er hinab-und durch oo, s' und endlich s" ausfliesst. Eine Umgehung des Ku-chens dnreh den Dampf, die man sich nur an dessen Kanten denkenkönnte, findet in Wirklichkeit nicht Statt, da ringsherum das Tuch indoppelter Lage dichtet, überdies der nur 1" starke Kuchen dem Dampf-durchgange äusserst geringen Widerstand bietet.

„Dampfkammern" nennt man in der Praxis die Räume rr hinterdem Siebe, in welche beim Aussüssen der Dampf tritt; „Saftkammern"dagegen die entgegengesetzten r' V in welche der Saft getrieben wird(in Fig. 76 mit Schrift bezeichnet); man nennt auch wohl schlechtwegdie Pressrahme d Dampfkammern, die Pressrahme s Saftkammern.

Ein Reissen des Tuches ist hier weniger zu fürchten wie bei derNeedham'schen Presse, da das Siebi' demselben eine feste immer ebeneUnterlage gewährt, während es ohne diese Unterlage in die Rinnen derPresskammern gedrückt und dadurch eine bedeutende Reibung erlei-den, auch den Saftabfluss erschweren würde,

Die Schlammarbeit wird bei Anwendung der Frlterpresse in denZuckerfabriken sehr verschieden ausgeführt. In vielen Fabriken lässtman den ganzen Inhalt der Scheide- und Saturationspfannen durch diePressen filtriren, in vielen anderen nur den Schlamm, nachdem er sich ab-gesetzt hat und der klare Saft mittelst des Heberrohrs abgezogen ist. Jenachdem man viel oder wenig Scheide- und Saturationspfannen, also vieloder wenig Zeit ziun Decantiren hat, wählt man das letztere oder daserstere Verfahren. Ebenso verschieden ist die Aussüssarbeit. Theilsbeginnt man damit schon, ehe der Schlamm in die Presse kommt, in-dem man den geschiedenen oder saturirten Saft in der Pfanne ab-setzen lässt, den klaren Saft abzieht, dann den Sehlammrückstand mit