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9 (1864) [U - Z]
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Zirkomumfluorid.

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Bei den verschiedenen Fluorzirkonaten verhält sich das Fluor desZirkonfluorids zum Fluor des damit verbundenen Metallfluorids = 1:1;1 : lVg; 1:2; 1 : 4; in der Natriumverbindung allein wie 5 : 8.Wollte das Fluorzirkonium als Zr 2 F 3 bezeichnet werden, so hättendiese Doppelsalze die wenig einfachen Formeln:3 MF . Zr 2 F 39 MF . 4Zr 2 F 33 MF . 2Zr 2 F 33 MF . 4Zr 2 F 3 .Das Natriumdoppelsalz hätte die Formel 15NaF . 8Zr 2 F 3 .Wird das Zirkonfluorid = ZrF 2 gesetzt, so sind die Salze:

2 MF . ZrF 2

3 MF . 2ZrF 2MF . ZrF 2MF . 2ZrF 2 .

Nur das Natriumsalz ist 5NaF . 4ZrF 2 .

Die Doppelsalze sind meistens in Wasser löslich und gut krystallisirbar, sie werden erhalten durch Mischen der beiden Fluoride, oderindem man in dem Gemenge von Fluorzirkon mit Flusssäure das be-treffende Metalloxyd oder dessen Carbonat löst.

Die Fluorzirkonate von Barium Strontium und Calcium sind inWässer unlöslich; die gelösten Fluorzirkonate werden daher durch dieSalze dieser Erdalkalien gefällt. Wird eine Lösung von Fluorzirkoniumund Flusssäure mit diesen kohlensauren Erdalkalien versetzt, so gehtdie Kohlensäure fort, der Niederschlag ist dann aber ein Gemenge z.B.von unlöslichem Barium-Fluorzirkonium mit unlöslichem Bariumfluorid.

Viele fluorzirkonate lösen sich unverändert in kaltem wie inheissem Wasser; manche zersetzen sich beim Erhitzen der wässerigenLösung unter Abscheidung eines Theils des Metallfluorides, wobei dannbesonders die Verbindungen MF . ZrF 2 als die beständigeren in Lö-sung bleiben. An feuchter Luft hinreichend erhitzt verlieren die mei-sten Fluorzirkonmetalle alle Flusssäure, ein Gemenge von Zirkonerdemit dem Oxyde des Metalls zurücklassend; mit hinreichend Schwefel-säure erhitzt geben sie ein Gemenge von schwefelsaurer Zirkonerdeund schwefelsaurem Metalloxyd.

1. Einfach-Ammonium-Zirkonfluorid: NB 4 F.ZrF 2 . DiesesSalz bildet rhombische Krystalle, welche dem Kaliumsalz isomorph sind;sie sind löslich in Wasser; bei 100°C. verlieren sie nichts an Gewicht.

2. Anderthalbfach: 3NB 4 F.2&F 2 . Dieses Salz krystal-lisirt aus einer Auflösung bei grossem Ueberschuss von Fluorammoniumin regulären Cubo-Octaedern.

Barium -Zirkoniumfluorid wird durch Fällen des Kalium-Zir-koniumfluorids mit Chlorbarium als ein weisser unlöslicher Niederschlagvon der Zusammensetzung 3 BaF . 2 ZrF 2 -(- 2 HO erhalten; ob dieserNiederschlag reines Barium-Zirkonfluorid ist, oder vielleicht ein Ge-menge desselben mit Fluorbarium ist nicht entschieden.

Blei-Zirkoniumfluorid. Beim Sättigen von Flusssäure undFluorzirkonium mit kohlensaurem Blei bleibt das Doppelsalz zum Theilungelöst zurück, theils löst es sich auf, und giebt beim Verdampfender Lösung ein körnig krystallinisches Salz, welches von Wasser beson-ders rasch bei Gegenwart von Flusssäure zersetzt wird, indem sichFluorblei abscheidet.