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9 (1864) [U - Z]
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1052 Zirkonium, Erkennung und Bestimmung.

Flusssäure löst es leicht unter Wasserstoffgasentwickelung; ein Geniengevon Flusssäure und Salpetersäure wirkt sehr heftig ein.

Beim Erhitzen von amorphem Zirkonium mit Aluminium in ei-nem Kalktiegel wird neben Zirkoniumnitrid (s. d. Art.) eine geringeMenge von eisenschwarzen glänzenden Blättchen wahrscheinlich kry-stallisirtem Zirkonium erhalten 1 ) (Mallet).

Das Zirkonium wird auch durch Schmelzen mit ätzenden, mitkohlensauren, borsauren oder salpetersauren Alkalien sowie mit chlor-saurem Kali oxydirt. Es verbindet sich direct unter Erwärmung mitChlor und mit Schwefel.

Die Verbindungen des Zirkoniums sind zuerst von Berzelius 2 ),dann besonders von Hermann 3 ), später von Svanberg, Berlin undin neuester Zeit einige von Marignac untersucht. Fe.

Zirkonium, Erkennung und Bestimmung. DasZirkonium bildet zum Theil in Wasser lösliche Verbindungen, anderelösen sich in verdünnten Säuren besonders in Fluorwasserstoffsäure,oder in concentrirter Schwefelsäure; oder endlich sie können durchreine oder kohlensaure Alkalien, sowie durch Glühen mit saurem schwe-felsauren Kali oder mit Fluorwasserstoff-Fluorkalium aufgeschlossenwerden.

Die Lösungen der Zirkonerde zeichnen sich dadurch aus, dass dasZirkonerdehydrat durch Fällung mit Alkali erhalten sich nicht imüberschüssigen Fällungsmittel löst (Unterschied von Thonerde und Be-ryllerde). Das Zirkonerdehydrat löst sich nicht in Salmiak, und wennheiss gefällt auch schwierig in Säuren. Kohlensaure Zirkonerde löst sichaber in überschüssigem einfach- und doppelt-kohlensauren Alkali. E'gen-thümlich ist besonders das Verhalten der Zirkonerdesalze in der Wärmegegen eine concentrirte Lösimg von schwefelsaurem Kali, indem dashier gefällte basische Zirkonerde-Kalisulfat sich nicht in Wasser undkaum in viel Salzsäure löst (Unterschied von Thonerde).

Zur quantitativen Bestimmung der Zirkonerde genügt es,wenn sie nur mit flüchtigen Säuren verbunden ist, sie längere Zeit zuglühen. Die Zirkonerde kann auch durch Fällen mit Ammoniak alsbasisches Salz abgeschieden werden, das dann beim Glühen Zirkonerdegiebt. Durch Fällen mit Kali wird kalihaltendes Zirkonerdehydrat nie-dergeschlagen, daher ist das Fällen mit Ammoniak zweckmässiger; nachdem Glühen lässt sich der Zirkonerde das Alkalisalz durch Wasserentziehen.

Die Trennung der Zirkonerde von allen den durch Schwefelwasser-stoff aus saurer Lösung fällbaren Metallen bietet keine Schwierigkeit.

Die Zirkonerde enthält oft Eisenoxyd; die Trennung beider bietetmanche Schwierigkeiten; es sind schon bei der Darstellung der reinenZirkonerde verschiedene Methoden angegeben beide Oxyde zu trennen(vergl. S. 1059).

Nach Rivot wird die eisenhaltende Zirkonerde feingerieben undim Wasserstoffstrom erhitzt um das Eisen zu reduciren, welches danndurch ganz verdünnte Säure gelöst wird.

!) Ob Zirkonium wie Silicium und Bor in verschiedenen allotropischen Modifi-cationeu erhalten werden kann. bleibt noch zn ermitteln. 2 ) Pogg. Annal. Bd. IV,S. 117. 3) Journ. f. prakt. Chem. Bd. XXXI, S- 77.