Zink, Erkennung
und Bestimmung.
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bei etwas niedrigerer Temperatur reducirt Kohle das Zinkoxyd (s.S. 908).
Das Zink findet eine ausgedehnte Anwendung besonders in derForm von Blech zum Bedecken von Dächern, zur Darstellung von Ge-fässen aller Art weil es viel weniger leicht als Eisen durch Rost zerstörtwird; ferner dient es zur Gewinnung von Zinkweiss (Zinkoxyd), zurDarstellung verschiedener Legirungen wie Messing, Bronze, Neusilberu. s. w. zum Verzinken (Galvanisiren) von Eisen; dann zur Darstel-lung von pharmaceutischen Präparaten wie Zinkoxyd (Zincum oxyda-tum u. a. in.). Bei der Verwendung des Zinks für technische Zweckeist darauf Rücksicht zu nehmen, dass es sich bei Temperaturwechselstark ausdehnt oder zusammenzieht, und dass es in der Kälte besondersspröde ist; ferner darauf dass es in Berührung mit fremden Metallenwie Eisen Kupfer u. s. w. leicht rostet; dass es auch bei Gegenwartvon Wasser allein, von Branntwein Wein Milch u. dgl. leicht rostetund dass die Salze giftig sind; nur in Berührung mit reinem Baumölsoll es unverändert bleiben (Schäuffele).
Das Zinkblech muss daher Spielraum haben, um sich ausdehnenoder zusammenziehen zu können; es darf nur mit Nägeln von Zinkoder von stark verzinktem Eisen genagelt werden; auf feuchtem Holzrostet es leicht; das Metall darf nicht zu Gefässen verwendet werden,wo es mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser u. dgl. in Berührung kommt.
Das Zink dient in den Laboratorien besonders zur Darstellung vonWasserstoff; hierfür wie für pharmaceutische Zwecke muss es häufigchemisch rein sein; es muss sich vollständig und ohne Rückstand inverdünnter Säure lösen; ein Rückstand zeigt fremde Bestandtheile be-sonders Kohle Kupfer Blei an; die Lösung darf weder Eisen nochMangan oder Kadmium enthalten; hat man etwas Zink ungelöst zu-rückgelassen, so bleiben die fremden Metalle ausser Eisen und Manganim Rückstand (s. unter Zinkoxyd) ; das entwickelte Wasserstoffgas muss reinnamentlich frei von Schwefelwasserstoff und Arsenwasserstoff sein; esdarf in Silberlösung geleitet weder Schwefelsilber noch metallischesSilber (letzteres durch Einwirkung von Arsenwasserstoff gebildet) ab-scheiden, und längere Zeit durch eine glühende Röhre geleitet darf sichkein Beschlag von Arsen bilden. Schäuffele fand in 1 Kilogr. Zinkaus Frankreich 0,00426 Grm. Arsen; aus Schlesien 0,00097 Grm.; vonVielle Montagne 0,00062 Grm.; von Corfoli 0,00005 Grm. Arsen.
Da das Zink sich nicht gut durch Feilen oder Rosten u. dgl. ver-kleinern lässt, so wird es granulirt oder gekörnt, indem man es schmilztund in einem dünnen Strahl in kaltes Wasser giesst, während diesesmittelst eines Besens tüchtig umgerührt wird. Fe.
Zink, Erkennung und Bestimmung. Das metal-lische Zink ist leicht erkennbar durch die bläulichweisse Farbe, seineSprödigkeit, die Flüchtigkeit vor dem Löthrohre auf der Kohle unterBildung von einem Beschlag von Zinkoxyd, der in der Hitze gelb nachdem Erkalten weiss ist. Die Eigenschaft beim Erhitzen gelb beimErkalten wieder weiss zu werden charakterisirt das reine Zinkoxyd,welches für sich feuerbeständig ist, durch Glühen mit Kohle aber zuflüchtigem und brennbaren Zinkmetall reducirt wird. Die Zinksalzesind in Wasser oder in Säuren löslich; die in Wasser unlöslichen Ver-bindungen lösen sich in Schwefelsäure oder Salzsäure, wie in Salpeter-
1) Compt. rend. T. LVIII, p. 590.
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