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genannt,u. dergl.
Zerlegen. — Zeugdruck,deren Schmelzpunkt nicht hoch liegt, wie bei den Fetten
Zerlegen, syn. Zersetzen.
Z errennschmiede s. unter Eisen, kohlenstoff-haltendes, Gewinnung (2. Aufl. Bd. II, 3, S. 1054, 1056u. folgende).
Zersetzen, Zersetzungsproducte s. unter Ver-wandtschaft d. Bd. S. 232 u. folgde.
Zersetzungstafeln, syn. Verwandtschafts ta-feln s. unter Verwandtschaft d. Bd. S. 244.
Zerumbet Wurzel. Unter diesem Namen scheinen zwei ver-schiedene Wurzeln vorzukommen, die eine auch Blockzittwer, gelberZittwer oder Cassumunarwurzel genannt, kommt von ZingiberCassumunarRoxb., einer auf Coromandel und in Java heimischen Scita-minee. Sie bildet dreiseitige oder scheibenförmige Knollenstücke, dieaussen grau, innen gelb sind, camphorartig riechen und bitterlich aroma-tisch schmecken. Die andere Wurzel, gleichfalls Blockzittwer, sonstauch wilderlngber genannt, stammt von Zingiber ZerumbetRoxb. undkommt aus Calcutta und Java. Sie bildet fast weisse schwammige Schei-ben, aus deren Schnittfläche bräunliche Fasern hervorstehen. Der Ge-ruch ist angenehm gewürzhaft, der Geschmack bitter.
Nach Lucae ') enthält die Zerumbetwurzel (es ist nicht gewiss,welche von den beiden genannten Wurzeln eigentlich gemeint ist)ätherisches Oel von eamphorartigem Geruch, bittern und seifenartigenExtractivstoff, bitteres Harz, Gummi u. s. w. Wp.
Zeugdruck Impression des tissus, calico-printing ist dieKunst, auf Geweben gefärbte Muster durch Auftragen von Farben her-vorzubringen, die wenigstens gegen Auswaschen mit Wasser solid sind.Man nennt die Zeugdruckerei zuweilen auch topisches Färben, wo-durch angedeutet werden soll, dass die Befestigung der Farben ganzin ähnlicher Weise wie in der Färberei, wenn auch nur auf einzelnenStellen, vor sich geht; wir werden jedoch sehen, dass es Druckme-thoden giebt, die von den Mitteln der Färberei ganz und gar abwei-chen. Ursprünglich waren es nur Baumwollstoffe die bedruckt wur-den („Kattundruckerei" Impression sur cottori), gegenwärtig wird sehrviel auf Wolle, ziemlich häufig auf Seide und einiges auch auf Lein-wand gedruckt. Nicht nur Gewebe werden durch Druck mit gefärb-ten Mustern versehen, sondern auch die Kette derselben, ehe der Ein-schlag gegeben ist („Zetteldruck") namentlich bei Seide und einigenBaumwollartikeln. Es schliesst sich der Aehnlichkeit der Methodenwegen an den Zeugdruck auch der Lederdruck. Verschieden davon abersind Tapetendruck, Wachstücherdruck, die mit Typendruck, Kupferdruck,Steindruck das Gemeinschaftliche haben, dass die Farben nur durchKlebmittel, wie Stärkekleister, Leimlösung eingedickte Oelfirnisse u. s. w.befestigt werden und durch das Trockenwerden derselben haften.
!) Berlin. Jahrb. 1798 Bd. IV, S. 214.