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9 (1864) [U - Z]
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857
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Yttriumoxyd.

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Yttererde neben Ceroxydul und Lanthan und Spuren Mangan and Kalk.Dieser Niederschlag wird nach dem Glühen in etwas Salzsäure gelöst,und die Lösung mit einer concentrirten Lösung von schwefelsauremKali verdünnt, wobei gewöhnlich ein weisser Niederschlag entsteht;man bringt in die Lösung dann eine solche Kruste von festem schwe-felsauren Kali hinein, dass sie bis an die Oberfläche der Flüssigkeitreicht, damit diese sich vollkommen damit sättigt; es scheiden sich dannDoppelsalze von schwefelsaurem Ceroxydul und Lanthanoxyd mit schwe-felsaurem Kali ab (s.unti -iCer 2. Aufl. Bd. II, 2, S. 901); die davon abfil-trirte Flüssigkeit wir" " Mit kaustischem Kali versetzt, wodurch gelatinö-ses basisches Salz gefc ivird; besser fällt man mit oxalsaurem Kali, wo-durch dichtes oxalsaureS Salz ausgeschieden wird, das sich leicht aus-waschen lässt. Der Niederschlag wird nach dem Auswaschen geglüht und inSalpetersäure gelöst; um Mangan und Kalk abzuscheiden wird die Lösungnach dem Abdampfen bis zum Schmelzen des Salzes erhitzt, wobei dassalpetersaure Manganoxydul zersetzt wird; die Masse wird in Wassergelöst, die Lösung ist manganfrei, das Waschwasser nimmt aber leichtwieder Mangan auf, und muss deshalb für sich aufgesammelt werden;die manganfreie Lösung giebt mit Ammoniak gefällt kalkfreie Ytter-erde, die filtrirt, ausgewaschen und geglüht wird.

Die so erhaltene Yttererde enthält immer noch Erbinerde undTer-binerde (letztere ist nach Berlin selbst nur ein Gemenge von Yttererdeund Erbinerde s. Bd. VIII, S. 571); zuweilen auch noch etwas Eisenoxyd,Uranoxyd und Beryllerde. Um reine Yttererde zu erhalten, wird das Ge-menge der Basen in verdünnter Salpetersäure gelöst; die massig ver-dünnte Lösung wird, wenn sie Eisen enthält, zuerst mit etwas verdünn-tem Schwefelammonium versetzt, so lange der Niederschlag noch grün-lich erscheint, das Filtrat wird dann fractionirt mit kleinen PortionenAmmoniak gefällt, so dass immer nur 1 / 10 bis l / ]a der Oxyde niederfällt;der jedes Mal entstandene Niederschlag wird aber vor weiterem Zu-satz von Ammoniak mit der Flüssigkeit geschüttelt und einige Zeit inBerührung gelassen, damit die zuerst etwa mitgefällten stärkeren Ba-sen sich wieder lösen können. Die zuerst erhaltenen Niederschlägeenthalten besonders basisches .'alz und Hydrat der schwächeren Basen;die Niederschläge geben dann beim Glühen unter Entwicklung salpe-triger Dämpfe gelbe Erbinerde; die darauf folgenden meist nach demGlühen schwach gefärbten Niederschläge enthalten hauptsächlich Ter-binerde (nach Berlin wie angegeben ein Gemenge von Erbinerde undYttererde): die letzten Niederschläge sind Yttererdehydrat, und gebenbeim Glühen ohne Entwickelung von salpetriger Säure weisse Ytter-erde.

Die zuerst erhaltenen und besonders die mittleren Niederschlägegeben nach mehrmaligem Lösen in Säure und vorsichtiger fractionirterFällung noch mehr von der Yttererde.

Um die drei Erden zu trennen, kann man auch die schwach saureLösung derselben in eine Lösung von doppelt-oxalsaurem Kali tröpfeln,bis ein bleibender Niederschlag anfängt sich zu bilden; der beim Ste-hen nacli einigen Stunden entstandene krystallinische röthliche Nieder-schlag ist hauptsächlich Erbinerdesalz ; das Filtrat giebt auf Zusatz vonmehr doppelt -oxalsaurem Kali einen neuen Niederschlag, der mehrTerbinerde enthält; der zuletzt erhaltene mehr pulverige und farbloseNiederschlag ist hauptsächlich Yttererdesalz, welches beim Glühen Yt-

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