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9 (1864) [U - Z]
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850
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850 Xylotil. Xythanwasserstoff.

22,8 Kali, 9,5 Natron, 23,5 Kalk, 8,2 Magnesia, 0,8 Thonerde undEisenoxyd, 4,8 Schwefelsäure, 16,2 Phosphorsäure, 2,9 Kieselsäure,1,3 Chlor und 10,0 Kohlensäure. Von organischen Bestandtheilen ent-halten die Beeren nach Hübsch mann 1 ) einen eigenthümlichen kry-stallisirbaren Bitterstoff' das Xylosteln, der in Alkohol und Aetherlöslich, unlöslich in Wasser und nicht flüchtig ist. Nach Enz ist dieserKörper ein Glucosid und giebt beim Zersetzen mit Säuren Zucker.

Fe.Xylotil, syn. Berg holz (s. d. Art. 2. Aufl. Bd. II, 1,S. 963).

Xylyl. Das in Xylol enthaltene Radical C 16 H 9 ; das Xylol istdann Xylyl wassers toff C 1C H 9 .H. Chlorxylol, Cyanxylol undNitroxylol sind Xy lylchlorid C 16 H 9l, Xylylcyanür Cj 6 H 6y,und Xylylnitür C 16 H 9 (N0 4 ), das Xylydin = Xylylamin Ci 6 H 9 .H 2 N; der Xylenylalkohol von Hlasiwetz ist vom Xylyl aus-gehend Xylyloxydhydrat C )6 H 9 O.HO (s. d. folgd. Art.). Fe.

Xylylalkohol, Xylenylalkohol. Ein dem Phenylalkohol(C I2 H 6 0 2 ) und dem Benzalkohol (C 14 H g 0 2 ) homologer Körper. For-mel: C 16 H 10 O 2 oder C 16 H 9 0 . HO oder C 18 H»O s . H. Von Hlasi-

v/etz 2 ) (1857) dargestellt. Er wird durch trockene Destillation vonphloretinsaurem Kalk mit Aetzkalk erhalten; man destillirt nur kleinePortionen auf einmal. Das rohe Destillat wird nach dem Abscheidendes Wassers über Chlorcalcium getrocknet und rectificirt, wobei dasüber 200° C. Uebergehende für sich aufgefangen wird. Das so erhalteneProduct ist ein farbloses stark lichtbrechendes Oel, welches nicht un-angenehm riecht, an Phenylalkohol erinnernd; es schmeckt brennend;sein specif. Gewicht ist 1,037-4 bei 12°C., es ist schwierig in Wasserlöslich, mit Alkohol und Aether mischt es sich in allen Verhältnissen,es ist bei18°C. dickflüssig und siedet bei ungefähr 220°C. An derLuft wird es gelblich, einige Tropfen verdichten sich dabei. Brombildet mit dem Xylylalkohol ein weisses krystallinisches Substitutions-product, das in Wasser unlöslich, in Alkohol löslich ist. Auch Chlorwirkt zersetzend ein. Salpetersäure wirkt sehr lebhaft ein, indem sichein Nitrokörper C 16 H 7 (N0 4 ) 3 0 2 bildet, ein gelber krystallinischer HAlkohol löslicher Körper.

Schwefelsäure löst den Xylenylalkohol, es bildet sich beim länge-ren Stehen eine Sulfosäure, deren Barytsalz leicht zersetzbar ist. Fe.

Xylylamin syn. Xylidin S. 840.Xylylwasserstoff, syn. Xylol.

Xythanwassei'Stoff nennt Berzelius das Xuthensul-fid von Völckel (s. S. 820), indem er es als H. (C 10 H e A S 4 ) be-trachtet und das darin enthaltene Radical Xythan (von £v&og bräun-lich) nannte.

!) "Verhundl. d. Schweiz. Apothekerverems 1845; Archiv d. Pharm. Bd. LXXXV.S. 250. 2 ) Annal. d. Chem. u. Pharm Bd. Cll, S. 16fi.