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9 (1864) [U - Z]
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Xylol.

m

det bei 126,2°C. Es bildet mit Salpetersäure Nitroxylol {s. unten),mit Schwefelsäure Sulf oxylo lsäur e (s. unten).

Wird Xylol längere Zeit mit Salpetersäure gekocht, so oxydirt essich; bei mehrtägigem Erhitzen eines Gemenge- von Toluol, Xylol undCumol mit 15 Vol. verdünnter Salpetersäure (auf 1 Vol. Säure 3 Vol.Wasser) bildeten sich vier Säuren aus der Reihe der aromatischenSäuren; wird das Gemenge mit Schwefelammonium behandelt zur Ent-fernung von Nitroverbindungen und dann mit Salzsäure gefällt, so wirdin Wasser unlösliche Terephtalsäure erhalten, daneben eine ihr sehr ähn-liche subliroirbare Säure, dann eine Säure Ci 4 H 6 0 4 wahrscheinlich Salyl-säure, und eine der Collinsäure C 12 H 14 04 sehr ähnliche Säure (W. dela Rue und Müller).

Beim Kochen von Xylol mit saurem chromsauren Kali und Schwe-felsäure bildet sich nach Church Benzoesäure. Mit chromsaurem Kaliund Salzsäure giebt es Chlorxylol (s. unten. Church.)

Chlorxylol.

Xylenylchlorid von Church, C le H 9l, bildet sich beim Be-handeln von Xylol mit chromsaurem Kali und Salzsäure; es ist einearomatisch riechende Flüssigkeit von 1,135 speeif. Gewicht; sie siedetbei 216° bis 218°C, es entwickelt sich dabei schon Salzsäure. MitCyankalium destillirt giebt das Chlorxylol

Cyanxylol.

Xylenylcy anür vonChurch, C^J^Gy, ein schweres stinkendesOel, welches mit Kalilauge erhitzt xylylsaures Kali, KO . Ci 8 H 9 ü 3 ,giebt.

Nitroxylol.

Kitroxylen, Nitroxylylvvasserstoff, Xylenylnitrür. For-mel: C 16 H 9 (N 0,t). Zur Darstellung dieses Körpers löst man Xylolunter Abkühlung in rauchender Salpetersäure von 1,50 specif. Gewichtund setzt dann Wasser zu. Das Kitroxylol ist nach dem Abwaschenein gelbes Oel von ähnlichem aber weniger angenehmen Geruch aLNitrobenzol, und schwerer als Wasser.

Durch Einwirkung von starker Salpetersäure und Schwefelsäure gehtdas Nitroxylol in Trinitoxylol über (W. de la Rue und Müller),das aber noch nicht näher beschrieben ist.

Durch Einwirkung von reducirenden Substanzen wird das NitroxylolzuXylidin (s. d. Art. S. 840). Wird es eine Stunde lang mit rauchenderSchwefelsäure auf 100°C. erhitzt, so bildet sich Nitrosulfoxylol-säure, deren Barytsalz BaO . C 1C H S (N0 4 ) S 2 0 3 ein gelbes krystalli-nisches in Wasser lösliches Pulver bildet.

Sulfoxylolsäure.

Sulfoxylensäure, Xy lolschwefels äure, Xylenylsch wef-lige Säure, schwefligsaures Xylyl oderXy lenyl J ). Formel der

i) Literatur: Cahours, Compt. rend. T. XXX, p. 319; Pharm. Gentralbl. 1850,S. 344; Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. LXXVI, S. 286. Church, Chem. Soe.Quart. Journ. Vol. XIV, p. 52; Philos. Magaz. [4.] Vol. IX, p. 256 u. 453; Chem.