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Xanthotannsäure.
Xanthoxylin.
nannte Mineral zu seinem Gelbeisenstein gehöre und der Name nureine Uebersetzung des seinigen sei. K.
Xanthotannsäure nennt Ferrein 1 ) den gelben Farbstoffder Ulmenblätter, der nach ihm eine Gerbsäure ist; seine Zusammen-setzung soll in Verbindung mit Basen = C 2 8H 18 0 4 sein. Das alkoho-lische Extract der gelben Ulmenblätter gab mit Wasser behandelt einegelbbraune wässerige Flüssigkeit, aus welcher essigsaures Blei xantho-tannsaures Bleioxyd 3 Pb O . C 2S H 18 0 4 fällt. Fe.
Xanthoxy d oder X anthicoxyd, syn. Xanthin
von Marc et (s. SS. 622).
Xanthoxylen. Ein zu den Camphenen gehörender Koh-lenwassezstoff, C 2 oBi6- Von Stenhouse 2 ) 1857 dargestellt und un-tersucht. Das fluchtige Oel des sogenannten japanischen Pfeffers derFrüchte von Xantlwxylum piperihim Dec. (Fagara piperita L.) Diezerquetschten Samen werden mit Wasser destillirt; das erhaltene Oelwird möglichst stark erkältet zur Abscheidung des Stearoptens desXanthoxylin (s. d. folgd. Art.); der flüssige Antheil wird dann rectifi-cirt, wobei das bei 130° C. Uebergehende für sich aufgefangen wird;es wird dann über Chlorcalcium getrocknet, über Aetzkali und zuletztüber Kalium oder Natrium rectificirt.
Das Xanthoxylen ist ein farbloses Oel von starkem Lichtbrechungs-vermögen ; es hat einen angenehm aromatischen Geruch wie der japa-nische Pfeffer (der diesem Oel eben seinen Geruch verdankt); dieserGeruch verändert sich nicht bei der Behandlung mit Natrium. DasOel siedet constant bei 162° C. Es giebt mit Chlorwasserstoff nur eineflüssige Verbindung (Stenhouse). Fe.
Xanthoxylin. Ein krystallinisches stickstofffreies Stearop-ten der Früchte von Xanthoxylum piperihim Dec. (Fagara piperitaLin.). Von Stenhouse 8 ) dargestellt und untersucht. Dieser Körperwird leicht rein erhalten durch Destillation der zerstossenen Samen mitWasser; er scheidet sich beim Erkalten des Oels rein ab.
Das Xanthoxylin kann auch aus dem weingeistigen Auszug derFrüchte durch Abdampfen dargestellt werden; die so erhaltenen Krystallesind durch Harz verunreinigt; sie weiden mit kaltem wässerigen Ammo-niak abgewaschen und dann aus Aether oder Aether-Alkohol umkrystalliairt.
Das Xanthoxylin krystallisirt in monoklinometrischen Krystallenmit den Flächen OP. oo P . (oo P od) . (P od) und den Winkeln od P(oo P oo) = 1210 io' ; oo P:0F = 83« 30'; (P o=):0P = 127° 10'Sie spalten leicht parallel (od P oo) und parallel 0P (Müller). DieKrystalle sind meist seideglänzend, sie riechen wenn rein schwach (etwasan Stearin erinnernd) und haben einen schwachen aromatischen Ge-schmack. Das Xanthoxylin ist unlöslich in Wasser, aber leicht lös-
: ) Vierteljahrsschr. f. prakt. Pharm. Bd. VIII; Jahresber. v. Liebig u. Kopp1858, S. 463. — 2) Pharm. Juurn. Tronsact. T. XVII, p. 19; Anual. d. Chem. u.Pharm. Bd. CIV, S. 236; Journ. f. prakt. Chem. Bd. LXXIII, S. 179; Chem.Centralbl. 1858, S. 237; Jahresber. 1857, S. 482. — 3 ) Pharm. Journ. Transact.T. XIII, p. 423; T. XVII, p. 19; Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. LXXXIX, S. 251;Bd. CIV, S. 238; Journ. f. prakt, Chom. Bd. LXI, S. 496; Bd. LXXIII, S. 179;Pharm. Centralbl. 1854, S. 267; Chem. Centralbl. 1858, S. 237: Jahresber. vonLiebig u. Kopp 1854, S. 639; 1857, S. 482.