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9 (1864) [U - Z]
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Xanthokobaltsalze.

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Beim Erhitzen der trockenen Xanthokobaltsalze findet leicht Zer-setzung statt unter Entwickelung von rothen Dämpfen und von Ammo-niak, während Kobaltoxyd als schwarzes Pulver zurückbleibt.

Die gelösten Xanthokobaltsalze werden durch überschüssige Kali-lauge röthlich gelb gefärbt, durch Goldchlorid gelb, durch Platinchloridgelbroth. Zinnchlorür giebt beim Stehen gelbe körnige Krystalle,Quecksilberchlorür giebt einen röthlichgelben Niederschlag. Ferrocyan-kalium scheidet gelbrothe Krystalle ab; Ferridcyankalium, Kobaltid-cyankalium, kohlensaure Alkalien, Jodkalium und Bromkalium sowiephosphorsaure und pyrophosphorsaure Alkalien bewirken keine Fällung.

Neutrales chromsaures Kali giebt einen hellgelben Niederschlag,das doppelt-chromsaure Salz giebt orangerothe Nadeln. OxalsauresAmmoniak giebt einen hellgelben voluminösen Niederschlag; pikrin-saures Ammoniak fällt hellgelbe Nadeln.

Xanthokobaltochlorid: (Co 2 0 . N0 2 . 5NH 3 ) Gl 2 + HOoder (Co 2 O . N0 3 . 5 NH 3 ) Gl 2 . Die Lösung des schwefelsaurenSalzes wird mit gelöstem Chlorbarium vorsichtig ausgefällt und dasFiltrat nach Zusatz von etwas Essigsäure bei massiger Wärme einge-dampft. Das Xanthokobaltchlorid bildet braungelbe schön irisirendeKrystalle, die wenn sie grösser sind eine röthliche Färbung "zeigen.Es löst sich wenig in kaltem Wasser, beim Kochen damit zersetzt essich, ebenso bei Einwirkung von Säuren oder Alkalien. Beim Erhitzendes trockenen Salzes entwickeln sich schon unter der Glühhitze rotheDämpfe, dann entweicht Ammoniak und im Rückstand bleibt zuletztein höheres Kobaltoxyd. Die wässerige Lösung des Chlorids wirddurch Einwirkung von reducirenden Substanzen zersetzt unter Bildungvon Ammoniak- und Kobaltoxydulsalz. So wirkt auch Schwefelwasser-stoff; ist die Lösung dabei neutral, so scheidet sich Kobaltsulfuret CoSneben Schwefel ab.

Xanthok ob alt chlor id-Goldchlo rid: (Co 2 O.N0 2 . 5NH 3 ) Gl 2-f- AuGl 3 + 2 HO oder (Co 2 0 . N0 3 . 5NH 3 ) Gl 2 -J- AuGl 3 -fHO.Scheidet sich beim Mischen beider Lösungen in gelben Nadeln ab, diedurch Urnkrystallisircn aus heissem Wasser leicht gereinigt werden.Das Doppelsalz bildet schöne braungelbe irisirende rhombische Prismen.

Xanthokobalt-Platinchlorid: (Co.,0 . N0 2 . 5 NH 3 .) Gl 2 .2 PtGl 2 + 2 HO oder (Co 2 O . N0 3 . 5 NH 3 .) Gl 2 . 2PtGl 2 -fHO.Es wird wie das Goldsalz dargestellt. Es ist schön röthlichgelb, löstsich in kaltem und auch in heissem Wasser nur schwierig; aus heisserverdünnter Salzsäure lässt es sich unzersetzt umkrystaLlisiren.

Xanthokobaltchlorid-Quecksilberchlorid: (Co 2 0 . N0 2 .5 NH 3 .) Gl 2 . 4 HgGl -f 2 HO oder Co 2 0 . N0 3 . 5 NH 3 . ) Gl 2 .4 Hg Gl -(- HO. Wird durch Fällen in blassbräunlichen talkartigenBlättchen erhalten, die aus heissem Wasser mit Zusatz von etwas Säureumkrystallisirt braungelbe Nadeln geben.

Xanthokobaltferrocyanid: (Co 2 0 .N0 2 . 5NH 3 ) Cfy -f 7HOoder (Co 2 0 . N0 3 . 5 NH 3 j . Cfy -f 6 HO. Es wird durch Fällendes salpetersauren Salzes mit Ferrocyankalium erhalten (das schwefel-saure Salz oder das Chlorid geben dabei nur Trübung). Dies Salzscheidet sich in sehr schönen orangerothen Krystallen ab, die im reflectir-ten Licht Dichroismus zeigen; die ordentlich gebrochenen Strahlen er-scheinen blassröthlichorange, die ausserordentlich gebrochenen hell-orange. Das Salz ist fast unlöslich in kaltem Wasser, durch heisses