Wichse.
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geschmolzene Fett eingerührt, wenn man trockene Wichse erhaltenwill; für flüssige Wichse kann das Trocknen des Beinschwarz-Rück-standes gespart werden, wenn er sich nur breiartig abgesetzt hat.Später verdünnt man mit Wasser oder Eunge'scher Dinte. Alizarin-dinte ist theuer und in der Regel so sauer, dass sie dem Leder schäd-lich wird, auch Dinte mit zu grossem Eisensalzüberschuss ist zu ver-meiden, weshalb eigentlich nur die Runge'sehe zu empfehlen ist. Woes auf den Preis nicht ankommt, ist der Zusatz von noch feuchtemNiederschlag von Berlinerblau sehr förderlich für die Schönheit derFarbe. 1 Loth Eisenvitriol in'4 Loth AVasser gelöst und zu einer Lö-sung von ebensoviel Blutlaugensalz gegossen, der Niederschlag absetzengelassen, mit AVasser aufgerührt, welches nach dem Absetzen weggegos-sen wird, genügt als Zusatz für obige Mengen, das Blauwerden des Nie-schlags kann man der Luft überlassen. 2 bis 4 Loth feiner Russ mitSpiritus angerührt, wird der Masse ebenfalls mit Vortheil einverleibt,dann aber ebensoviel mehr Gummi in AVasser gelöst zugesetzt.1 Pfd. Beinschwarz,
Salzsäure, rauchende,
Schwefelsäure, englische,
Kienruss,
Stärkesyrup,
Stärkegummi,
Eisenvitriol,
Blutlaugensalz,
Blauholzextract,l/j, Quentchen gelbes chromsaures Kali,4 Pfd. Wasser.Dies ist eine complicirte Vorschrift, liefert aber eine ausgezeich-nete AVichse, wenn nach voranstehenden Andeutungen die Mischungbewerkstelligt wird.
Eine sehr abweichende Vorschrift J) ist folgende: 2 Loth Seife,
1 Loth Stärke, 1 Loth Eisenvitriol, 1 Loth Galläpfelpulver werden mit
2 Pfd. AVasser gekocht, durchgeseiht und mit 3 Lotli feiner Knochen-kohle und 6 Loth holländischem Zuckersyrup vermengt. Die Wichsesoll sehr hohen Glanz ertheilen, und ist jedenfalls für das Leder un-schädlich.
Nach Artus 2 ) bereitet man eine säurefreie leicht glänzend wer-dende das Leder wasserdichtmachende AVichse, wenn man 3 Pfd.Kienruss, ' 2 Pfd. gebrannte Knochen, mit 10 Pfd. Syrup zu einem.gleichmässigen Teige anmengt; l ; 2 Pfd. Guttapercha vorsichtig schmilzt,3 ' 4 Pfd. Baumöl einrührt und gleichmässige Lösung bewirkt, endlichl / 8 Pfd. Stearin zusetzt und vermengt, die noch warme Mischung derersten einverleibt. Zuletzt setzt man 3 /4 Pfd- Senegalgummi in 2 Pfd.Wasser gelöst hinzu und kann durch 1 Loth Rossmarin- oder Laven-delöl einen bisweilen gewünschten Geruch, ertheilen.
Als ein Herstellungsmittel des Glanzes auf lackirtem Leder wirdempfohlen, 5 Thle. Stearinsäure in 7 Thln. Terpentinöl warm zu lö-sen, bis zu völligem Erkalten zu rühren, wobei 3 Thle. Kienruss zu-gesetzt werden. Alan nimmt wenig dieser Salbe auf ein dünnes Läpp-
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1) Dingl. polyt. Journ. Bd. CLVI, S. 238.
2) Ebenda!, polyt. Journ. Bd. CXV, S. 238.
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