Wermuthsäure.
Wernerit.
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serstoff von der Zusammensetzung des Camphogens, der mit diesemauch in sonstigen Eigenschaften übereinstimmt.
In Apotheken hält man ein mit Terpentinöl versetztes Wermuthöl.Jenes wird entweder mit überdestillirt oder dem fertigen Gele zugesetzt.Es ist frisch gleiphfalls grünlich, wird aber zuletzt hellgelb. Es ver-harzt leicht. Die Beimischung des Terpentinöls giebt sich sogleichdurch den Geruch zu erkennen. Nach Heppe wird das reine Wer-muthöl mitNitropruisidkupfer dunkelbraun und das Salz färbt sich blauoder schwarz, das terpentinölhaltige behält seine Farbe, während dasReagens bläulichgrau wird.
Früher war das Wermuthöl, das reine wie das mit Terpentinölversetzte, ein beim Volke sehr beliebtes Wurmmittel. Die Liqueur-fabrikanten machen Gebrauch davon. Wp.
Wer 111 Ut h S ä Ur e nennt Braconnot 1 ) eine im ausgepresstenSaft von Artemisia Äbsinthium enthaltene durch Fällen mit Bleizuckerfällbare Säure, die nach Zwenger 2 ) und Weppen 3 ) Bernsteinsäureist, nach Luck 4 ) aber ein Gemenge von Aepfelsäure und Phosphor-säure (s. unter Wermutli).
Beim Destilliren von Wermuthkraut mit Wasser wird eine flüch-tige Säure erhalten, die im concentrirten Zustande in öligen Tropfenauf dem Wasser schwimmt, stechend riecht und sehr sauer schmeckt(Dumenil 5 ). Eine weitere Untersuchung fehlt. Fe.
Wernerit, Mejonit, Skapolith, Nuttalith, Ekebergit,Arktizit, Tetraklasit, Gabbronit, Fuscit, pyramidaler Elai'n-spath, Glaukolith, Paranthine, Hyacinthe blanche de la SommaAlgerit, Stroganowit, Wilsonit, Chelmsfordit, Micarellit,Atheriastit, Paralogit, 3 CaO . SI0 3 -|- - ( A1 2 °3 ■ SiO s ), mitwechselnden Mengen von Natron, Magnesia, Kali, Eisenoxyd undManganoxydul nach sehr zahlreichen Analysen, welche jedoch untereinander auch so bedeutende Abweichungen zeigen, dass man denWernerit in verschiedene Species spaltete. Die Ursache dieser zumTheil erheblichen Abweichungen beruht wesentlich in der Eigenschaftdes ^Yel•ncrit, sich leicht zu zersetzen, worauf ausser der verschiedenenBeschaffenheit auch der mehr oder weniger geringe Wassergehalt derMehrzahl hinweist. Die Uebersicht der in Kammeisberg's Hand-buch der Mineralchemie S. 717 ff. zusammengestellten 40 Analysenzeigt, dass die Verhältnisse der Basen untereinander und zur Kiesel-säure sehr abweichen und nur wenige annähernd gleich sind, ohne dassman genöthigt ist, anstatt einer Species eine erhebliche Zahl solcheraufzustellen. Die chemische Veränderung des Wernerit besteht, wieC. Rammeisberg 6 ) angiebt, theils in einem Verlust an Kalk, theilsin einer Aufnahme von Alkali, Magnesia, Wasser, selbst Kieselsäure.
Der Wernerit krystallisirt quadratisch, gewöhnlich in der Combi-nation der beiden quadratischen Piismen go P und oo P oo, mit vierflä-chiner Zuspitzung durch die stumpfe quadratische Pyramide P, derenEndkanrenwinkel = 136» 7' und deren Seitenkantenwinkel = 63° 48'sind, mit oder ohne die Basisflächen o P. Die Krystalle sind meist in der
') Bullet, de pharm. T.V, p. 549. — 2 ) Annal. d. Cbem. u. Pharm. Bd. XL VIII,S. 122. 3 ) Ebendas. Bd. LIX, S. 354. — *) Ebendas. Bd. LIV, S. 112. — B ) Buchn.Repert. Bd. LXXXVI, S. 176. — «) a. a. 0. S. 723.