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9 (1864) [U - Z]
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Weissöl. — Weissstein.

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bindung analog dem Sraaltit und Safflorit Dimorphismus stattfinde, wel-cher bei mangelnden bestimmbaren Krysfallgestalten sich trotz derUebereinstimmung im Aussehen durch das specifische Gewicht erken-nen lasse, indem die tesserale Species, der Chloanthit, welche oft deut-liche Krystalle zeigt, leichter sei. Er nannte deshalb ausschliesslichdie tesserale Species Chloanthit und behielt für die orthorhombisch kry-stallisirende Species den Namen Weissnickelkies bei. J. D. Dana 1 )benannte die letztere mit dem Namen Rammelsbergit, damit der frü-her für beide gebrauchte Name Weissnickelkies nicht zu Verwechse-lungen führe. Der Rammelsbergit krystallisirt also orthorhombischund bildet selten kleine prismatische Krystalle, das Prisma oo P=123°bis 124°, mit einem Längsdoma combinirt, spaltet auch nach demPrisma oo P und kommt öiterer derb vor, dabei krystallinisch stenglig.Obgleich nun stenglige Vorkommnisse eher bei orthorhombisch-kry-stallinischen Mineralen vorkommen, als bei tesseralen, so ist dennochdieses Vorkommen kein charakteristisches Merkmal, um den Rammels-bergit zu unterscheiden, weil wie bei den leicht zu verwechselndenSpecies Smaltit und Safflorit auch der Chloanthit stenglig vorkommtund somit wesentlich das specifische Gewicht = 7,0 bis 7,2 für denRammelsbergit entscheidet. Das chemische Verhalten ist das desChloanthit. Zum Rammelsbergit, der auch Weissarseniknickel ge-nannt wurde, gehört der von Hoffmann 2 ) analysirte Weissnickelkiesvon Schneeberg in Sachsen. K.

Vr e 1SSÖ1 wäre die deutsche Bennenung fürLeucol und Leucolin(s. 15d. IV, S. 840 und Chinolin 2. Aufl. Bd. II, 2, S. 1037).

W eiSSOien, ist ein Flammofen zum Weissen des Eisens.

\\ eiSSSieden nennt man bei Silberwaaren das Kochen der-selben mit verdünnter Schwefelsäure, nachdem sie vorher an der Lufterhitzt sind; beim Sieden löst die Säure dann das auf der Oberflächeentstandene Kupferoxyd und die Silberoberfläche erscheint daher weisserals vorher (s. Bd. VII, S. 896).

Messing und besonders Stecknadeln werden durch das sogenannteWeisssieden verzinnt, d. h. sie werden mit einer Lösung von Zinnsalz,Weinstein, Alaun und Kochsalz mit Zinn gekocht; in Frankreich solljetzt dazu eine Lösung von Zinn in Kieselfluorwasserstoffsäure benutztwerden.

Weissspiessglanzerz, syn. Valentinit.

vV eiSSStein, Granulit, Leptinit, eine dem Granit sich an-schliessende Gebirgsart, welche eine krystallinisch-körnige gemengteist, deren wesentliche Gemengtheile Orthoklas und Quarz sind. Siefindet sich massig, geschichtet bis schiefrig (granitartiger, gneissartigerGranulit, Feldspathschiefer) und kann als Granit oder Gneiss betrach-tet werden, denen der Glimmer mangelt. An Stelle desselben enthaltendagegen Granulite als Uebergemengtheil Granat, Turmalin oder Dis-then, sowie auch selbst Glimmer, wo dann das Gestein wieder Granitoder Gneiss wird. Das relative Verhältniss der wesentlichen Gemeng-theile Quarz und Orthoklas ist verschieden, doch herrscht meist der

!) Dessen Syst. of Min. T. JI, S. 61. — 2 ) Pogg. Annal. Bd. XXV, S. 492.