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9 (1864) [U - Z]
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Ultramarin.

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waaserstoff sondern schweflige Säure, und Schwefelmetall scheidet sichaus. Kalk und Barytwasser, Wasserglaslösung, Kali- und Natron-lauge wirken auch beim Kochen nicht darauf ein, hingegen wird esdurch Schmelzen mit ätzendem kohlensaurem und salpetersaurem Kaliund Natron zersetzt.

Für welche der besprochenen Formeln man sich auch entscheidenmöge, und es ist wahrscheinlich, dass im Laufe der Zeit noch mancheauftauchen wird, das Eine wird nicht bestritten werden, dass wir esbeim Ultramarin im Wesentlichen mit einer constanten chemischen Ver-bindung zu thun haben. Seine Eigenschaften bekunden dies hinläng-lich, und wenn auch die Analysen verschiedener Ultramarine nicht diewünschenswerthe Uebereinstimmung zeigen, so erklärt sich dies aus derFabrikationsmethode und der Art der Bestandtheile, welche sich vonden Beimischungen schwer trennen lassen. Guignet 1 ) z. B. fand inallen von ihm untersuchten Sorten freien Schwefel und es ist bemer-kenswerth, dass das Ultramarin von lütter, welches im Laboratoriumund nicht durch Rösten bereitet wurde, weniger Schwefel als die mei-sten anderen enthält. Steht es aber fest, dass Ultramarin eine che-mische Verbindung ist, so ist die Frage von demfärbenden Princip"eben damit für den Chemiker erledigt und dieser wird es dem Physikerüberlassen, eine Erklärung der Farbe zu geben. Es bleibt dann jedemunbenommen, zwischen der blauen Farbe des Ultramarins und denblauen Modificationen des Schwefels, dessen Eigenschaften und ganzesVerhalten überhaupt noch manchen räthselhaften und zu entwirrendenKnoten bieten, sich irgend einen Zusammenhang zu denken.

Interessant ist übrigens das Factum, dass die Frage ,, von demfärbenden Princip" seit dem alchymistischen Zeitalter bis auf unsereTage fortlebt.

Wir geben nachstehend eine Reihe von Analysen verschiedenerkünstlicher Ultramarine.

Analysen von grünem Ultramarin.

Eltner.

. 39.9 .

Stölzel.. . . 37,4G

Breunlin.

Gentele.

Kieselsäure .

. 38,39 .

. 38,79 .

. 37,82

. 39,52

Schwefelsäure

. 0,4 .

. . . 0,7G

. 0,52 .

. 0,58 .

. 0,59

. 0,71

Schwefel et .

. 3.G1

. i,oj

. . . G.08J

. 3,68 .

. 3,85 .

. 3,00

. 3,20

Schwefel ß .

. 3,49 .

. 5,72 .

. 3,03

. 3,11

Thonerde

. 30,0 .

. . . 30,11

. 27,38 .

. 28,27 .

. 29,39

. 30,47

Eisenoxyd

. 0,9 .

(Eisen 0,49)

. 0,63 .

. 0,89 .

. 1,40

. 0,85

Natron . . .

. 25,5 .

...

. 1G,93 .

. 13,88 .

. 25,31

. 23,09

Natrium . .

.

. . . 19,09

. 5,29 .

. 5,54 .

.

.

Kalk ....

. . . 0,45

. 0,83 .

. 0,90 .

. 1,13

. 1,35

Chlor . . .

.

. . . 0,37

. .

. .

.

.

Thon . . .

...

. 1,70 .

. 0,9G .

101,3

94,81

98,84

99,38

102,27

102,30

!) Repert. de chim. applique'e 1861, p. 427.

Handwärtertuch der Chemie, Bd. IX.