Ueberspiräasäure. — Ullmannit. 3
weniger erdig, dunkelbleigrau und entzünden sich in der Kerzenlicht-flamme dann mit blauer Flamme fortbrennend. Umwandlungsproductedieser Art finden sich an mehreren Orten, und W. Haidinger 1), derdas von Dufton Johnstonit nannte, sprach sich für die Pseudomor-phose aus, welche aus Bleiglanz zuletzt Anglesit oder auch nur Schwefelerzeugt. In dem Mineral von Neu-Siuka bei Fogaras in Siebenbürgen,welches C. v. Hauer 2 ) untersuchte, fand sich zur Hallte schwefelsau-res Bleioxyd neben dem noch übrigen Bleiglanz und Schwefel. K.
Ueberspiräasäure nennt Berzelius 3 ) die Salicylsäure.
Uebertalgsäure, so bezeichnet Sc hu bar th die Hydro-stearinsäure Acide hydrostearique von Fremy, welche durch Einwir-kung von Schwefelsäure auf Talgsäure entsteht, ähnlich wie Hydro-margarinsäure und Hydrole'insäure (s. d. Art. Bd. III, St 951).
Uebervanadinsäure s. unter Vanadinsäure.
Ulglt nannte Heddle 4 ) ein Mineral von Uig auf dem EilandeSkye, welches von Analcim und Faröelit begleitet in Mandelstein vor-kommt. Es enthält nach seiner Analyse 52,40 Kieselsäure, 17,<J8 Thon-erde, 9,97 Kalk, 0,36 Magnesia, 0,03 Kali, 1,40 Natron, 17,83 Wasser,scheint dem Desmin nahe verwandt und stellt eine garbenförmige Plattedar von weisser bis lichtgelber Farbe, ist perlmutterartig glänzend, hatdie Härte = 5,5 und das specif. Gewicht = 2,284. Vor dem Löth-rohre schmilzt es ruhig und leicht zu einem undurchsichtigen Email.
K.
Ulexit, syn. ßorocalcit.
Ullico. Manhat versucht Ullico tuberosus in Holland im Grossenzu cultiviren, und die Wurzel als Ersatz für Kartoffel zu benutzen.100 Thle. der frischen Wurzel enthalten 87,9 Wasser, 10,95 organischeSubstanz und 1,15 Asche. 100 Thle. der Trockensubstanz enthalten 3,1Thle. Fett (grösstentheils krystallisibar), 29,4 Fruchtzucker (mit Extrac-tivstoff und etwas Harz), 4,0 Gummi, 33,3 Stärkmehl, 11,9 festes Ei-weiss, 18,3 Cellulose und andere lösliche Substanzen. Die trockeueWurzel enthält 2,0 Proc. Stickstoff, wonach sich nahe 17Proc. ciweiss-artige Körper berechnen. Die Asche enthält Kalk, Eisenoxyd, Natron,Schwefelsäure, viel Phosphorsäure, Chlor und Kohlensäure neben wenigMagnesia, Kali und Kieselerde (Mulder und Schablee 5 ). Fe.
Ullmannit, Antimon nick el kies, Nickel antimonkies,Antimonnickelglanz, Nickel antimongl anz, Nickelspie ss-glanzerz, antimonischer Markasit, eutomer Kobaltkies,Antimonnickel, Antimoinesulfurenichelifere, Antim onialn iekel.Derselbe scheint wesentlich der Formel NiSb -j- NiS 3 zu entsprechen,wie die Analysen des von der Landskrone im Siegenschen nachH. Rose 6 ) zeigen, doch findet sich auch Arsen darin das Antimontheilweisc vertretend, wie die Analysen des von der Grube „Aufgeklär-
J ) Jahrb. d. k. k. geolog. Eeichsanst. 1854, S. 888. — 2) Ebendasd! s,t. —3j Berzel. Jahresber.. Bd. XIX, S. 514. — 4 ) N. Jahrb. f. Min. 1858, S. 823.— 5) Scheik, Onderz. T. V, 7. Stuck, p. 422; Archiv d. Pharm. [2.] Bd. LXV,S. 184; Pharm. Centralbl. 1851, S. 209. — °) Pogg. Ann. Bd. XV, S. 590.