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XII. Vergiftungen.
Chloralhydrat 2,5—3,0 p. dosi. ^stündlich bis zur Be-ruhigung am wirksamsten mit Morphin zugleich. Brom-Icalium 1,5—2,0 2stündlich mit Tinct. Digit. ana. — KalteÜbergießungen. Plötzliche Entziehung des Alkohols ohneBedenken. Bei Herzschwäche Koffein, Kampfer, Kaffee.Akute Vergiftung s. S. 490.
Alcoholismiis chronicus.
Sofortige Entziehung des Alkohols und Behandlungder hauptsächlichsten Symptome und Organerkrankungen.Trinkerheilanstalt mit absoluter Abstinenz. Strychnin vgl.S. 357. Besonders empfohlen: gegen den MagenkatarrhCard, bened., China, Sux vom.), kohlensaure Al-Bismut. subnilr., gegen den Tremor Liq. Kaliigegen ernstere Nervenstörungen, Krämpfe.Hyperästhesien, Delirien, Halluzinationen: Opium, Chloral-hydral, Morphium und dessen neueren Derivate. Bäder,gegen Ohnmächten etc. Kampfer.
Cave: Blutentziehungen. Vgl. Alkohol S. 490.
Amara
kalien,
nrsenic
Morphinismus.
Bleiches Kolorit. Hyperidrose. Effloreszenzen, Diplopie. Verengerungoder Ungleichheit der Pupillen. Schlaflosigkeit. Neuralgien und zahl-reiche andere nervöse Störungen, Albuminurie, intermittierende Fieberund chron. Delirium.
Allmähliche Entziehung in der Anstaltspraxis (abervorsichtig, da leicht Kollapszustände folgen); Ersatz durchPantopon, Laudanon usw. (S. 356ff.). — Von der An-wendung des Kokains gegen Morphinismus ist man mit Rück-sicht auf die Gefahr, Kokainismus zu erzeugen, mit Rechtgänzlich abgekommen.
Kokainismus.
Delirien. Halluzinationen, allg. Verfall.Behandlung durch Entziehung in Anstalten.
Chloralhydrat.
Conjunctivitis. Pupillenverengerung, Exantheme, bes. Erytheme mit
Hitzgefiihl. durch Genuß von Alcoholicis und selbst von warmen Speisen
hervorgerufen, dyspnoische Anfalle.
Aussetzen des Mittels, Roborantia. Vgl. S. 494.
Tabak.
Dyspepsie, Rachen- und Kehlkopfkatarrh (Conjunctivitis), Herzklopfen,Magenkatarrh, Zittern der Glieder, hypochondrische Stimmung, psychi-sche Alterationen (?), zuweilen Abnahme der Sehschärfe, Amaurose.