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Centuria III. (1790)
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I

SPECIES. ch.erophyllum caule las vi > geniculis tumido,

basi hirto.LOCUS. Planta biennis in pratis Germania, Hungariae,

Helvetia? et Norvegia? habitans.PHARMACEÜT1CA PARS. Radix chärophylli bulbosi

ßeu CICUTARIiEPANNONICÄ. Germ. KNOLLICHTER KÄL-BERKROPF. PÖPERLSALAT. RUBENKÖRBEL,

ODOR herba? recentis contusse fortior, ingratus, SAPOR

araaricans, subnauseosus.VIRTUS herbcc solvens, detergens ut reliquarum plantarum

umbelliferarum. Radicis solrens, nutriens.

USUS. Novo vere succulenta? radices cum novellis foliisforo Viennaa venales prostant. Radices tenerae crudxvel coctas ad finem hyemis seu tempore quadragefimssforma acetarii comeduntur. Jusculis incoctaj bonumconciliant saporem.

Vertiginem, gravedinem doloremque capitis esu hu«jus radicis causari, sunt qui testantur, at c-go et meafamilia ex frequentiori etiam esu nullum incomodurninde percepi,

sog. CHiEROPHYLLUM SYLVESTRE.

SPECIES. chärophyllum caule lxvi, striato., geniculis

tumidiufculi.s.LOCUS. Planta perennis in Europas pomariis et cultis cre-

bra, ubi mixtum cum Caro Carvi crescit.

PARS VENENATA. Herba et Radix cicutariä seu ce-

REFOLH SYLVESTRIS aut CHÄROPHYLLI SYLVESTRIS.

Germ, wilder Kälberkropf, waldkerbel. schee-

RE. Gull. CERFEUIL SAUVAGE.

ODOR herb« contusaa ingratus. SAPOR amaricans, nau-seosus.

VIS NOXIA. Radix tempore hyberno effossa delirium fe-rox, soporem, temuientiam, anxietatem, et suffocatio-nem procreare dicitur, nihilominus nullum tarnen pro-stat exemplum mortis inde secuta?. Quandoque Chaero-phyllum syivestre loco Conii maculati, cumquomultumconvenit, Pharmacopa?orum ignorantia colligitur.

ANTIDOTUM emeticum dein antinarcotica et antacria.

USUS. Herba in Germania asinis in deliciis est. Radixvero bobus inSibiria Iethalis. InSuecia floribus lanamviridi vel luteo colore ti«gunt.

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ART. Kälberkropf mit ebenem , an den Kniechen aufge-schwollnem Stengel, und kurzhariger Grundßäche.

VATERLAND. Eine zweijährige Pflanze, die auf den WieseninDeutschland, Ungarn, der Schweltz und Norwegen wächst.

PHARMAZEUTISCHER THEIL. Die Wurzel des zwib-lichten Kälberkropfs. Latein. Radix chärophyllibulbosi, seu cicutariä PANN0NJ.C/E. Deutsch KNOL-LICHTER KÄLBERKROPF. PÖPERLSALAT. RÜBEN-KÖRBEL.

GERUCH des frischgestosnen Krautes stärker, unangenehm.GESCHMACK bitterlich, etwas eckelhaft.

ARZNEIKRAFT des Krautes zertheilend, reinigend wieder übrigen schirmtragenden Pflanzen. Die Kraft derWurzel zertheilend, und nährend.

GEBRAUCH. Zu Anfang des Frühlings werden die safti-gen Wurzeln mit den neuen Sprofsen auf dem Markte inWien zum kaufen ausgebothen. Die zarten Wurzeln wer-den gekocht oder roh zu Ende des Winters oder zur Fasten-zeit als Salat gegessen. In den Suppen gekocht verschaffensie einen guten Geschmack.

Es giebt welche, die behaupten , dafs der Genufs dieserWurzel, Schwindel, Schnuppen, und Kopfschmerzenverursache , ich aber habe sammt meiner Familie von demöfteren Genüsse keine Beschwerden empfunden.

2 o8. DER WILDE KÄLBERKROPF.

ART. Kälberkropf mit ebenem, gestreiftem Stengel, undaufgeschwollnen Kniechen.

VATERLAND. Eineausdaurende Pflanze, wächst in Europain Obstgärten, und auf gebauten Stellen häufig, wo siemit dem gemeinen Feldkümmel vermengt anzutreffen.

GIFTIGER THEIL. Das Kraut und die Wurzel des wil-den Kälberkropfs. Latein. Herba et Radix CICUTA-RIÄ seu CEREFOLII SYLVESTRIS aut CHÄROPHYLLISYLVESTRIS. Deutsch WILDER KÄLBERKROPF, WALD-KERBEL , SCHEERE. Franz. CERFEUIL SAUVAGE.

GERUCH des zerstofsnen Krautes sehr unangenehm. GE-SCHMACK etwas bitter, eckelhaft.

SCHÄDLICHE KRAFT. Die im Winter ausgegrabeneWurzel soll Betäubung, Schläfrigkeit, Raserey, Angst,Ersticken verursachen, demungeachtet weifs man kein Bei-spiel eines davon erfolgten Todes. Es wird bisweilen derwilde Kälberkropf statt des Schirlings aus Unwissenheit derApotheker gesammelt.

GEGENGIFT ist ein Brechmittel, alsdann Mittel wider dieBetäubung und Scharfe.

GEBRAUCH. Das Kraut ist in Deutschland den Eseln einangenehmes Futter, die Wurzel aber in Sibirien den, Ochsen

tödtlichgrün,

In Schweden färben sie. mit, den Blumen die Wolle

a>elb.

Part III.

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