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Neu-entdeckte Heimligkeiten des Frauenzimmers : bestehend in 3 Theilen, wovon der erste eine vollkommene Beschreibung von Erzeugung der Menschen, sambt der Natur, Schönheit, Eigenschafft, Gebrechen und Zufällen. 2. Auserlesene curieuse erörterte medicinische und physicalische Fragen, sambt den neuesten Observationibus. 3. Von der Diaet, rechtem Gebrauch der Speise und Tranck
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Cap.XxXlX. Von Würckung der«. s i?

geben gewisse Zeichen des Gewitters von sich, obes regnen wird, ob es windigt oder schön Wetterwerden will, nachdem sie mancherlei) Farben ansich nehinen, entweder aus der Art des Orts, dasie damahls stehen, oder aus der Gestalt des Him-mels, den sie umlauffen müssen, oder der Naturde» umstehenden Lufft undWolcken, dadurch sieihren Schein geben.

Also auch wenn der Himmel trübe, und dasWetter dunckel und finster ist,so sind dieMenschenauch trauriger, faul und schläfferig, wenn aber derHimmel hell, und dasWetter schon wie im Früh-ling, da alles wieder gleichsam von neuen belebetwird und ausschlaget, so sind auch die Leute fröli,cher,caurager und geschickter; Denn die helleLufftzertreibet die bösen Dünste und alle grobe Feuch-tigkeit, die da unser Gemüth beschweret,erfrischetdie Lebens-Geister und machet den Menschen frö-lich, wie solches auch der Poet Virgiimz IH. I.l^eorZ. ausführlich darthut.

Denn die leiblichenGeister, welche vorhin gantz-lich ülpprimiret gewesen, die hüpffen jetzo fast vorFreuden, und werden durch den gelinden West-Wind erquicket. Gleichlvie ein Rauch aus einemverschlossenen Gemach durch Ausmachung derThüren und Fenster vertrieben wird/ daß es dieLufft durchwehen kan; also ist es auch mit desMenschen Leibe beschaffen, wenn die schöne helleLufft dessen Gliedmassen durchwehet. Dahero dieKranckheiten nicht alle innerliche Ursachen haben,Indern es kommen auch sehr viele auf die Ver-änderung des Gewitters an,welches viele an ihrenKk 3 Lei-