Spiegel, wie man sie nutzen kan. s r f
Augen bleiben beysammen, und weilen im nerdaraus dem Gehirn neue hervorkommen, so werdensie je mehr und mebr gestarcket und erquicket.
Was aber die Ursach sey, daß man sich in de-nen Spiegeln sehen kan, so man gegen überstehet,davon sind die Gelehrten unterschiedlicher Mey-nung. Etliche meynen, es sey in dem Spiegel un-ser Ebenbild, das ist, daß der Spiegel eine gleicheGestalt unsers Leibes bilde. Andere Messen hin-gegen, daß unserEbcndild nicht in dei. Spiegelnsey, sondern es prallen die Strahlen wieder zurück,von einem harten durpore, und damit sie nichtdurch denSpiegel fallen mögen,so wird er am hin-tersten Orte mit Spicgel-Folw überzogen, daß ereinen Wiederschein geben muß, dahero wir uns inden, Spiegel stM sehen, daß durch den Wie-derschein dieGesickts-Strahlen wieder gerade aufuns zugerichtet werden, welche in unser« Auaendas Ebenbild bilden. "
Aus eben dieser Ursache sehen wir uns m demSpiegel auch, allein vorwärts, nicht hinterwärts,daß die Strahlen des Gesichts allein auf dasvorder Theil den Wiederschein geben; Derowe-geu werden unsere Ebenbilder, und alles, was wirsehen in denen Spiegeln, idrmiret, daß also durchdenselben des Gesichts Strahlen wiederprallen,oder einen Wiederschein geben, und in dem Wie-derschein man sich selbst anstehet und abgemäh-ter amchauct; Denn wir sehen nicht durch dmSpiegel, und das Ebenbild wird nicht in demSpiegel gebildet, sondern in den Augen, oderdurch die Augen, jedoch lM der Spiegel darzuKk» daß,
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