2os Cap.X. Vondenmanwund
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strn Nutz; Auch die Podagcisten finden zu Zeitenihre Linderung darin.
Ein Frauenzimmer / welche von Farbeblaß, und sich doch ihre Ehre zu proMmiren, voraller Welt schämet, seufftzet hertzinniglich eineBraut zu werden, und wenn Pharao im rochenMeere ertruncken, so Hostel sie durch eheliche Um-armung ihr Glück zu befestigen. Sie bekömmtwenige Tage nach ihrer Vermählung, lieblich ro-the Bäckgen, sie erlanget funckelnde Augen, undihre Hände brennen nicht mehr inwendig so starck,wie vorher. Hat eine Wittwe Mutter-Ersti-ckungen erlitten, so wird sie, durch anderweitigeVerheyrathung, sich diesesUbels auseinmal über-hoben zu seyn befiuden. Das ichmu wenigen viels^ge,esist kein krafftiger remecilum uns zucuri-ren,als eine ordentliche Liebe undIlnfügung an einWeibes-Bild, und diese Wollust überschüttetuns mit' vielem Guten, sie machet unsere Seelevergnügt und vermehret dleKraffre unsers Leibes.
So wird auch im Ehestande durch nichtsmehr bey dem Weibe die Liebe zu wege gebracht,als wenn er ihr mitMasse beywohnet und imBet-te zu willen ist; Denn es gehet alsdenn auff beydenSeiten alles friedlicher zu und höret vieler Haderund Zanck auff. Hingegen wird im Hauß'We-sen auffSeiten der Frauen alles Gute verderbet,wo der Mann seiner Frau die schuldige Freund-schafft entsaget, oder sich lasser aufführet.
So empfindet auch das Weib beym Ehe«werck viel längere Lust, als der Mann; indem sie
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