Ma»' Hai den Kohlenstoff für den Kauptbesiandtheil der nar-kotischen Gifte angenommen. Aber eS ist noch nicht entschie-den, und überhaupt die Zerlegung in die ersten Grundstoffe nieentscheidend, da sich darin oft die entgegengeseütesten Kervergleich sind, und für die Wirkung im DrganiSmuZ gewiß dieMischung und Darstellung dieser Grundstoffe in den näherenBestandtheilen weit richtiger ist.
2. Ihre Form ist verschieden, theils fest, theilstropfbar, theils gasförmig.
Z. Alle Naturreiche und Naturfphären bringenGifte hervor. Sie sind also Produkte theils der allge-meinen , theils der organischen Chemie. Selbst dieProdukte und Absonderungen der Menschen können fürihn Gift fepn.
4. Ihre Wirksamkeit als Gift ist bey manchenallgemein, auf alle Klassen der Thierwelt ausgedehnt,z. B. der Arsenik, bey manchen beschrankt »ad bedingt,entweder auf einzelne Klassen von Thieren (so ist Zikutafür Menschen ein Gift, für Ziegen nicht), oder selbstauf einzelne Organe des Individuums s das Viperngift,TabakSöl z. B. ist nur Gift durch die Haut angebracht,durch den Magen nicht, die Antimonialfalze für denMagen, nicht für die Haut, das kohlensaure Gas istGift für die Lungen, für den Magen nicht). .— DieUrsache dieser Verschiedenheit liegt im ersten Fall in ei-ne» spezifischen Rezeptivitak des ganzen Organismus,im letztem in einer spezifischen Rezeplivitat einzelnerOrgane, oder ihrer besondern Struktur, und wir fin-den da die größte Analogie zwischen den Giften undden Kontagien.
A. Durch die Gewohnheit kann ihre Wirksamkeitals Gift vernichtet werden, d. h. mit andern Wortendurch ihre fortdauernde Einwirkung kann die spezifischeRezeptivitak dafür aufgehoben werden — eine Eigen-schaft, die wir ebenfalls bey vielen Kontagien n>ahr»nebinen.
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