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2 (1803) Spezielle Therapeutik
Entstehung
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178
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Durch die äußern Umstünde. Luftbeschasse««heit, besonders aniinalisirte Luft und fehlerhafte epide-mische Konstitution, Hitze, mangelnde od^r schlechteNahrung. UnreinlichkeU , deprimirende Affekten, kön-nen die Wirkung eineS L^outagiums äußerst verderblich,und selbst ein an sich nicht gefährlich wirkendes Konta.Mm gefährlich machen. Dahin gehört auch unter-lassene oder widersinnige Behandlung, besonders bey sol-chen Kontagien, die nie durch dieKräfte der Natur ganz«llein bezwungen werden.

4. Durch die Dauer der Krankheit. Je langersie dauert, desto mehr werden die Kräfte aufgerieben,desto tiefer dringt die Vergiftung in .den Organismusrin, desto weiter verbreitet sie sich, desto gefahrlichervnd schwer heilbarer muß sie demnach werden, und de-sto mehr werden üble Folgen nachbleiben. Eine ken«lagiöse Vergiftung, die gleich im Anfange durch passen-de Mittel in einigen Tagen geheilt worden wäre, kann,wenn dieser Zeitraum versäumt wird, Monate undJahre lang dauern, wie dieß das Beyspiel der veneri-schen Vergiftung deutlich zeigt.

Allgemeine Aetiologie^

Eine kontagiöfe Krankheit ist das Produkt der EinWirkung eines Kontagiums auf den Organismus undder Reaktion desselben.

Die ätiologifche Untersuchung begreift also zuerstdie Natur des Kontagiums, dann den Akt der Mit-theilung, und zuletzt die Wirkungen desselben im Or-ganismus.

i. Die Natur des Kontagiums.

Die innere physisch- chemische Natur dieser Stoffeist uns durchaus unbekannt. Noch nie sind sie gesehenoder sinnlich dargestellt worden; denn die Materien, dieman gkwöhnlich so nennt, sind nur Vehikel des Konta-Kiums. Man kann durch Hitze, Kälteund andere Einwir-kungen das Kont«j>iuui in ihnen zerstören, und die Materie