Das erste und wichtigste ist unstreitig das Waschenund Baden. Kein Mittel unter allen vereinigt so voll-kommen chemischreinigende und dynamisch belebende Ei-genschaften für die Haut als dieses. Alle Menschen undVölker, die sich fleißig waschen und baden, leiden we-niger an Hautkrankheiten, als solche, die es nicht thun.Eine Menge Hautkrankheiten können schon durch diesesMittel allein gehe!!! werden, und bey hartnäckigen Haut-krankheiten find, wenigstens ohne Beyhülfe desselben,andere, auch die besten Mittel unwirksam.
Schon das öftere Abwäschen mit lauem Wasserthut treffliche Dienste, mehr noch, wenn es mit Sei-fenwasser geschieht; das allerwirksamste aber ist das lau-warme Bad von 24 Gr. Reaum. Man kann es ent-weder von reinem Wasser, oder mit Weizcnkleye und»enetianischcr Seife (2 Unzen zu einem Bade) abgekocht,bereiten, oder seine Kraft durch andere Ingredienzien,wohin fast alle äußere Heilmittel zu rechnen sind, ver-stärken. Also Kochsalzbader, künstliche Seebader (i PfundKoch - oder Seefalz auf ein Bad) , Schwefelbäder (1—ZUnzen Hepar Lulpli. zu einem Bad), Bäder mitLortex Ullmi, Ltipites DuIcamAree !c. abgekocht,Stahlbäder (t Unze (^lolnil. A^art. oder 2 DrachmenVitriol. Älart. zu einem Bad), von deren besondernEigenschaften und Gebrauchsart mehr gesagt werdenwird. — Unter den mineralischen Quellen sind die Bä-der zu Nenndorff, Aachen und Laiidek (schweflichten Ge-halts) die vorzüglichsten; außer diesen Warmbrunn,Tebliz, Wisbad (von alkalischem Gehalt), und dasSeebad.
In der Regel vertragen die Hautkrankheiten einengrößern Grad der Wärme, als man gewöhnlich anwen-det. Je eingewurzelter und hartnäckiger die Hautkrank-heit, desto höher kann und muß der Grad der Wärmeseyn, so daß man bis zu 28 Grade steigen kan.i, weunrs der übrige Gesundheitszustand des Kranket» erlaubt.Hufeland II. B. 2. Mch. C