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2 (1803) Spezielle Therapeutik
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Die Dosis dieser Mittel, wenn sie zur Kur der Haut angewendetwerden, ist vom Luljikur ^ntimonii surstui» i bis 2 Gran,vom l'artsrus emet. in vielem Waffer aufgelöst 1/2 Gran,vom Vioum ^otimonü 10 bis iZ. Gran, dreymal täglich.Man thut jedoch wohl < diese Mittel immer mit rlwaS Aroma-tischem zu versetzen, weil sie leicht Uebelkeiten erregen, auch das^vtiinoiiluni cruäum mit einem erdigen Mittel, z. B.velis, zu verbinden, damit nicht die etwa im Magen befind-liche, oder durch Speisen erzeugte Säure es auflöse, und da-durch ei» Erbrechen «regendes Antimomalsalz bilde (S. Jor»mcl» blro. I ).

Ful^dur. Der Schwefel gehört ebenfalls unterdie allgemeinsten und wirksamsten hautreinigenden Mit»tel. Er erregt die Thätigkeit aller Sekretionsorgane,besonders aber der Haut. Da er erhitzende Eigenschaf-ten besitzt, so vermeidet man ihn bey sthenischem Zu-stand, oder versetzt ihn dann mit kühlendem Mittelsalze.Man giebt ihn sowohl in Substanz als in Auflösung(?lores Zvil^uris, 8ulpkuris, Oalx ^nri-

rnvuii suiptiurats). Auch die Schweselwasser, sowohldie natürlichen als künstlich bereiteten, sind von grossemWerth. Die vorzüglichsten sind Aachen, Nenndorf,Landeck, Limmern, Baden.

Die Schweselpräparate sind in Absicht ihrer intensiven Wirksam-st und besonders ihrer Einwirkung auf den Darmkanal ver-schiebe». Das am wenigsten den Darmkanal angreifende, aberdesto mehr flüchtig ins ganze System wirkende und die Hautöffnende, ist der gereinigte Schwefel (?Ios Lulpkuris). Mangiebt ihn zu 10 bis 2s Gran viermal täglich, entweder reinoder mit Lrem»r l'srt-lri versetzt. Das l.sc 8ulpkuii5 greistden Darmkanal weil stärker an, und erregt Leibschmerzen undPurziren, darf daher nur bis zu 1 Scrupel binnen 24 Stun-den gegeben werden. Die Lslx ^nnmonii lulpkursts greiftden Dannkanal noch mehr an, daher giebt man ste nur zu zbis 4 Tran einigemal des Tages und bester in Pilensorm.Die künstlichen Schwefelwaffer bereitet man am schnellsten undbesten aus der L»lx /Vntimonii lulpk. durch Abkochung (?.Nro. Xk. und läßt davon drey oder viermal täglich ein odermehrere Tassen, genug, so viel trinken, als der Patient ohneUebelkeite»« vertragen kann. --> Zu bemerien ist, daß bey allemfortgesetzten Gebrauch des Schwefels, besonders der alkalischenPräparate, wegen der leicht entstehenden Maqenschwäche dieAnwendung mazenstärkender Mittel, der yualAz, deZ Llix»,>>k-«rzli« zugleich sehr zu empfehlen ist.