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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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390
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sien Menschen, die an der atonischen Gicht/ an der Was-sersucht und Schwindsucht leiden, ist diese Beschaffenheitdes Blutes gewöhnlich.

'07H.Ist das Vlutwasser von gelblicher oder grünlicher Far-

be, so enthält es viel gallichten Stoff, und zeigt also Po-

lycholie an. Daher ist diese Beschaffenheit in Gelbsuchten

sehr gewöhnlich.

Ist überhaupt des Blutwassers zu viel, und schwimmtder schlaffe Blutkuchen wie eine kleine Insel darin, so lei-det die Bereitung des Blutes, und folglich auch die Ernäh-rung. Bey bleichsüchtigenMädchen, in allen langwierigen Ka-cherien und besonders in eingewurzelten Schwindsuchten fin-det man das Blut gemeiniglich von dieser Beschaffenheit.1076.

Gerinnt das Blut sehr schnell, und trennt sich gar kein

fadenartigei TheU, auch k«n Bwlwass« von demselben; soglaubt man gemeiniglich, daß es verdickt ist, und diese Ei-genschaft schon in den Gefäßen hatte. Allein man muhvielmehr annehmen, daß Mangel an Trennbarkeit vorhan-den ist, der meistens Folge eines geringen Grades vonThätigkeit in den Gefäßen zu seyn Pflegt. Daher bemerktman diese Beschaffenheit des Blutes bey melancholischen,vollblütigen, müßig lebenden Menschen.

Schnelle Verderdniß des Blutes außer dem Körper läßtkeineswegs auf die gleiche Verderdniß im lebenden Körperhöchstens aus Anlage dazu schließen. Im Typhus und Scor-but findet man das Blut sehr fiüßig, und es geht außerdem Körper leicht in faulichte Gährung über: man kannhöchstens einen Mangel an Sauerstoff darin annehmen,ohne daß eigentliche Ausartung Statt findet.