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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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238
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656.

Das Stottern ist ein Fehler der Sprache, wo einzelneBuchstaben und Sylben nicht mit Leichtigkeit ausgesprochenwerden können, wo sie daher schnell hintereinander wicdn-hohlt werden. Sehr oft besteht dieser Fehler mit dem na-türlichen Zustande, wenn die Zunge von Natur sehr kurzist, oder das Zungenbä'ndchen sehr fest anliegt.

Aber im widernatürlichen Zustande setzt dieser Fehlerder Sprache gewöhnlich einen zu starken Andrang desBlutes und anderer Säfte zum Kopfe, otcr eine großeSckwächc und Lähmung der Zungcumuskcln voraus. Daserstere bemerken wir bey Leuten, die zum Schlagsiufe ge-neigt sind; bey diesen kündigt sich dcr Schlagfiuß oft durchStottern an. Das letztere wird in Nervtiifebern und inbösartigen Blattern häufig beobachtet, wo mit den Zu-fällen der Erschöpfung zugleich das Stottern als Sym-ptom eintritt.

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Die Nascnsprache ist ein Fehler derselben, wo es ander gehörigen Resonanz des Tons in den Na,enhohlcn fehlt,weil diese verstopft sind, oder gehindert werden, die Luftdurchzulassen. Im Schnupfen kommt diese Nasenspracheam gewöhnlichsten vor, wo sie offenbar von einer heutigenKongestion zur Niechyaut, und von einer Anschwellungderselben herrührt.

l>Sö.

Bisweilen entsteht dieser Fehler auch von Polypen inden Nasenhöhlen, oder vom Mangel der Gruben in demOberkiefer. (82 u vl»ße z nozol. vc>!. I. p. 785. 6o>net. zepulcr. lik. 1. l. 24. c. l<^.) Auch ist bekannt,

daß Geschwüre des Zäpfchens, der Mandeln, des Gaumen-segels und anderer Theile des Gaumens und dcr Na>e die-sen Fehler der Sprache nicht selten hervorbringen. In