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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
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203
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sich noch andereZcichen des mangelnden Wirkungsuermogcnsoder der geschwächten Lebensäußerungen; so bedeutet dieseBeschaffenheit des Pulses große Gefahr. Man bemerkt ihndergestalt in bösartigen Fiebern, undgegendas tödtliche En-de hitziger Krankheiten, wo er unüberwindliche Hindernisseder freien Wirksamkeit der Lebenskraft, oder völlige Er-schöpfung derselben anzeigt.

55».

Im federlosen, chronischen Zustande zeigt das beständigeAussetzen des Pulses zuvörderst einen Fehler des Herzens an,wenn äußerst heftiges Herzklopfen bey der geringsten Bewe-gung und außerordentliche Beängstigung mit Kälte der äußernGlicdmaßcn zugleich vorhanden sind.

Aneurysmen des Herzens erzeugen bisweilen, aber nichtimmer das Aussetzen des Pulses; und man hat Recht auf die-sin Fehler zu schließen, wenn mit der Engbrüstigkeit und derBeängstigung ein Schmerz quer über die Brust Statt findet,wenn der Schlag des Herzens oft wie zurückgehalten, unddann eine eigene Art von Zittern im Herzen und ein heftigesKlopfen im Kopfe gefühlt wird, wenn Ohnmachten zu diesenAnfällen hinzutreten, wenn die Patienten nur in vorwärtsgebogener Stellung etwas freyer athmen können, wenn end-lich Wassergeschwülste in den äußern Gliedmaßen dazu treten.552.

Gewöhnlich pflegt man Polypen im Herzen oder in seineuVenensäcken anzunehmen, so oft der Puls im chronischenZustande fortdauernd aussetzt. Allein diese polypösc Conere-tionen sind sehr selten, gewöhnlich mit Aneurysmen oder va-rikösen Erweiterungen der großen Gefäßstämme verbunden,und ihre Symptome lassen sich, selbst nach Wichmanns treff-lichen Untersuchungen, von den Zufällen dieser Erweiterun-gen fast gar nicht unterscheiden. Die Vesondere Empfindung ,die der Kranke von einer warmen Luft hat, welche ihm ijwr