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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
Seite
149
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Von der Sprache wird indessen an einem andern Ortedie Rede seyn.

897.

Unbcwegllchkeit der Junge hängt entweder von toni-schen Krämpfen ab, wodurch sie zugleich steif wird, (§. ZHZ*,3g5.) oder sie setzt' Lähmung und völlige Erschöpfung derKräfte voraus, wobey sie schlaff, bleich und unempfmdliclizu seyn pflegt. Das Letztere ist im sieberlosen Zustande einVorläufer oder Begleiter des Schlagstußes, im Verlauf«der Fieber aber deutet es auf große Gefahr, ja auf dennahen Tod.

398.

Ost nimmt man ein beständiges Zittern der Zunge beyjeder Bewegung, bey jeder Bemühung sie hervorzustrecken,wahr. Dieser Zufall setzt überhaupt zu sehr erhöht: Reitz-barkeit der Zungenmuskeln voraus, und kann bisweilenganz gleichgültig scy^, wenn nähmlich eine ängstliche, furcht-same Gemüthsstimmung, starke Fieberhitze, oder zufällige,äußere Reihe denselben veranlassen.399.

Mit jeder sehr heftigen Anstrengung des Körpers istdieß Zittern der Zunge verbunden. Daher bewirkt das E»brechen, daher erzeugt jeder heftige Antrieb der Säfte zuden obern Theilen bisweilen ein Zittern der Zunge. Aus die-fem Grunde konnten die Alten es als Prognostikon des kriti -schen Nasenblutens ansehen.

Ist aber in hitzigen Krankheiten die zitternde Zunge zu-gleich rauh und trocken, und finden sich andere Merkmahleder Entkräftung, so muß man das Zittern als einen Be-weis von Gefahr ansehen, und gewöhnlich wird alsdannein heftiger Wahnsinn, oder es werden Zuckungen dar-auf folgen.