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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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98
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253.

Ungeachtet eine der gewöhnlichsten Ursachen dieses Zu-falles wohl in Mangel der Reinigung der Haut und inschmutziger Wüsche zu suchen ist; so läßt sich doch auchnicht läugnen, daß Zahnbeschwerden und Erkältung An.theil an der Erzeugung dieses Ausschlages haben. Nochmehr aber hängt derselbe mit der scrophulösen Krankheitzusammen, wo er selbst als Hilfsmittel der Natur zu be-trachten ist, wodurch der Körper von andern beschwerlicher«oder bedenklichern Folgen des Uebels bcfreyt wird.

N. Vun Iuckgeschtvurchm.

25«),

Unter diesem Nahmen fasse ich zusammen, was die Al-ten xl^e^of, pi-urign oder 2utertrigo, und neuereSchriftsteller häufig falsche Krätze genannt haben.

Es sind nähmlich Blätterchen, die überall am Körper,nur nicht im Antlitze aufblühen, mn äußerst heftigem Ju-cken oder Fressen, oder mit dem Gefühl von Ameisenkrie-chen, Brennen und Stechen verbunden sind, durch dasKratzen und Reiben bisweilen sich in Buckeln oder Knotenumändern, welche in der^Kälte wieder einsinken.260.

So mannichfaltig ihre Formen sind, so sehen diese Bläc-terchendoch mehr oder weniger d.r wahren Krätze, bisweilenauch den Flechten ähnlich. Doch unterscheiden sie sich vonersterer dadurch, daß sie nicht bloß aus den Gelenken derGliedmaßen entstehen, auch für sich nicht ansteckend sind,und keineswegs den besondern Geruch verbreiten, den manin der Krätzjauche gewöhnlich bemerkt.

Von den Flechten unterscheiden sich die Iuckgeschwür-chen dadurch, daß sie nicht im Antlitze vorkommen, keinenbrenzlichen Geruch von sich geben, sich nicht im Kreise aus-