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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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deßwegen nicht sehr bedeutende Erscheinung in allen Fiebern,die mir starkem Andränge des Blutes zu einzelnen Organenverbunden sind, oder welche die Thätigkeit anderer absondern-der Werkzeuge sehr anstrengen.

Die Magerkeit einzelner Glieder zeigt auch bisweilenkrankhaste Anhäufungen schädlicher Säfte in einzelnen Hoh-len des Korpers an. In der Wassersucht unterscheidet mandurch die Abmagerung der obern Gliedmaßen eine freyeAn-Häufung des Wassers in den Hohlen des Korpers von der

Sackwassersucht.

t!b.

Entsteht die Magerkeit von offenbaren schwächenden Ur-sachen, welche auf die Lebenskraft nachthcilig gewirkt haben;so kommt es darauf an, ob dieß bloß äußere Urjachen sind, undob nicht im Körper fclbsi eine besondere Anlage zur Schwächeden Einfluß jener Ursachen noch schädlicher macht. Ist dießnicht der ^aU, und sind jene Ursachen vorübergehend; wpflegt auch eine solche Magerkeit sich sehr bald zu verlieren,wnm nur die Ursachen zu wirken aufgehört haben. Die Ma-gerkeit nach übersiandenen Krankheiten, Kummer, Nachtwa-chen, Ausschweifungen, pflegt bald aufzuhören, wenn obigeBedingungen da sind.

67.

Aber wenn die Magerkeit nach möglichster Entfernungder Ursachen, wenn sie bey Genesenden , die eine regelmäßigenährende Diät fuhren, nicht bald aufHort, so ist allerdingsGefahr der Auszehrung zu furchten, um so mehr, wenn manan den Zeichen der übermäßigen Zartheit und Rcitzbarkeit inder flüchtigen Hitze der hohlen Hände und Plattfuße den zu-nehmenden Mangel der Ernährung erkennt. 'KU.

Am gefährlichsten ist ein plötzlich Im Fieberzustande ohneoffenbaren Einfluß äußerer schwächender Ursachen entstande-