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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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«ufdie Richtung und Verhältniß der Lebenskraft gegründeteSchlüsse machen kann.

76.Im Allgemeinen gilt die Regel, daß ein gar nicht oder we-nig veränderter Habitus auf gleichmäßige Verhältniße derLebenskraft deutet, und in Krankheiten das beste Zeichen ist,wenn die übrigen Erscheinungen damit übereinstimmen.

77.Wenn aber irgend ein Theil des Habitus, z. V. das Vo-lumen, oder die Farbe, oder die Temperatur natürlich blei-ben, und andere Erscheinungen einen übereinstimmendenWiderspruch bilden; so ist die Krankheit desto schwerer, jegrößer diese Anomalie, je auffallender dieser Widerspruch ist.(Aph. II. 28.)

78.Jede schnelle Veränderung des Habitus zeugt von einergleich schnellen Abänderung der Lebenskrast, und ist bey Ge-sunden ein Verbothe von Krankheiten, inKrankheiten aber einZeichen der bevorstehenden Umwandlung derselben, welcheletztere gewöhnlich von mißlicher Art ist.

II. Von dem Volumen des Körpers, als Zei-chen des widernatürlichen Zustandes.

ä. Natürliche Beschaffenheit des Volumens.

79-Das Volumen des Körpers und seiner Theile ist die Folgeder Ernährung. Je regelmäßiger diese ist, desto natürlicher«nd unveränderter psiegt das Volumen der Theile zu seyn. Inder Regel hat also eine Krankheit desto weniger zu bedeuten,je mehr das Volumen des Körpers sich gleich bleibt.