daß man vorher den Körper in andere Verhältnisse zubringen genöthigt ist. Das rothe, aufgetriebene An-sehen des Kranken, die Wassergeschwulsi, die Gelbsuchtgehören hierher, und wir können diese Zeichen natürli-ch e im strengen Sinne des Wortes nennen.
2. Manche Zeichen setzen erst eine kunstmäßige Un-tersuchung, oder eine Veränderung voraus, die manmit dem kranken Körper und seinen Theilen vorgenommenhat, und beruhen also auf Versuchen, so wie jene aufbloßen Beobachtungen beruhten. Der Niederschlag, den derUrin im rohen Zeitraume hitziger Krankheiten von hinzuge-setztem ätzenden salzsauren Quecksilber erleidet, gehört hierher,und man kann diese Zeichen eigentlich künstliche nennen.
Z. Endlich gibt es eine Menge Zeichen, die bloß derKranke wahrnimmt, und won.it er uns durch seinen Berichtbekanntmacht. Es sind dieß w i ll kü hrliche Zeichen, dasie von dem leicht zu täuschenden Gefühl des Kranken wahr-genommen, durch seinen Bericht uns mitgetheilt werden.
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Die Ordnung, in'welcher diese verschiedene Arten vonZeichen hier angegeben sind, zeigt uns auch ihren innernWerth an. Den Vorzug verdienen' die naturlichen; dochsind die künstlichen oft auch wichtig genug; die willkührli-chen Zeichen aber muß man mit der größten Vorsicht benutzen.
8.
Jedes Zeichen steht mit der bezeichneten Sache ineinem ursachlichen Verhältniß. Denn es muß ein Grundvorhanden seyn, warum eine sinnliche Erscheinung eineandere Sache bedeutet, und dieser Grund kann nur ineinem ursachlichen Verhältniß gesucht werden. DerGrund, warum ein speckiger Ueberzug der Zunge aufHartnäckigkeit und Langwierigkeit eines Wechselsiebersichließen läßt, liegt in der Schlaffheit der Absonderungs-
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