494 das 17. tap. Von den Aranckheiten
als allerhand Arten von Brühen, oder krWgenSuppen, Milch, (zumahl mit Holunder-Blütenabgekocht)welche Eyer,Gallerten, Mandel-Milch,warm Bier mit Eyern und Zucker,ferner durch sol-che Mittel,welche denMagen starcken und dieDau-ung befördern, dergleichen sonderlich die Pulveckvon den Blähung-treibenden Saamen, alsAnis, Fenchel und Karbe, mit Zucker, wovon man«fft eine gute Messer-Spitze oder Zucker-Löffel volleinnehmen muß. Uebrigen s muß man die Brüstefieißigreiben den Milch-Stein oder auch Queck-silber an die Brüste hängen, welche letzte zwar ei-gentlich keine besondere Krafft die Milch anzuziehenhaben, wie v/ele glauben, sondern nur die Brüstegelinde reihen.
Wenn die weider nach der Geburt den Urinnickt halten können.§. 31. Diese Beschwerung pfleget insgemeinvon einer Verletzung, Zerreissung, Schwachheitoder Lahmung des Blasenhalses zu entstehen, ist einsehr beschwerlicher übler Zufall und offt nicht durchMedicamente zu curiren. Doch richten im Anfan-ge die stä:ckendenWund-Mittel offt noch etwas gu-tes aus, als die Träncke von den Wund-Kräutern,die ellentig tl-avmgti« ^Veclelü, tinitura terr»jgponic«, cortici« cbi'nZ? und cglcgrill»», die tin-Kul-N martiale«; äuserlich aber Bähungen vonstärckenden Kräutern in rothen Wein gekocht, oderauch mitSchmiede-Lösch-Wasser, welche man offtwarm umschlagen muß. Die warme Bäder, be-sonders die natürlichen, oder auch von martiali-schen Gesundbrunnen, thun hier auch guteDien-