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D. Laurentii Heisters, Der Medicin, Chirurgie und Kräuter-Wissenschaft Professoris zu Helmstädt, Practisches Medicinisches Handbuch, Oder: Kurtzer, doch hinlänglicher Unterricht, Wie man die innerlichen Kranckheiten am besten curiren soll
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466
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465 Dasi6.<5ap. BondenAranckheiten

ungesaltzener Butter in den Mast-Darm gebracht,welches man, wenn es nöthig, offt wiederhole»«nuß.Innerlich sind hauptsachlich die linderndeMe»dicamente oabey zu gebrauchen, welche wir obenwider die Stein-Schmertzen im 34. §. des 10.Cap. angerathen haben. Wenn die blinde oderinnstehende güldene Ader einen Stuhlzwangerreget; so dienen eben jetzo belobte Clyftiere undStuhl-Zäpfgen, oder auch süß Mandel-Oel, weißkilien-Oel, Königs-Kertzen-Oel, das un^uen-tum cle lwaria oder nutntum, womit man denschmertzhafftenOrtöffters bestreichen muß. Mankan auch eine erweichende und linderndeBähunss gebrauchen, von Bil/en-Kraut-Bllittcrnund Kömgs-Kechen-Blüthen, welche man inMilchkochet und aufleget, ^n derRuhr wird derStuhl»zwang von der Wärme am meisten gelindert, son-derlich wenn man ein Geschirre oder Schüssel mitwarmen Wasser untersetzet, wenn der Patient seineNothduM verrichtet, da ihm der warme Dampfvon dem Wasser sehr wobl bekommt. Desglei-chen auch ein erreichendes Clystier vonMilch undBaum-Oel, Lein-Mohn-Königs - Ker-hen-Iohannis-oder Lilien-Oel, ohne oder mit einwenig Therme. Oder man tauchet Tücher in einvecn^m von Bilsenkraut, Althee, Königs-Ker-tzen, Camillen, welche in Milch gekocht worden,bereitet und leget selbige ösiters über, wodurch dasJucken und de:Schmertzen auch sehr gemildert unogehoben wird.

Das