des Magens und der Gedärme. 435
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Es ist aber dieses entweder eine eigeneRranck-hs«t vor sich,welche,von der verdo:benenDauungs«Krafft herrühret, und mit keiner andern Kranckheitverknüpfet ist, oder sie befindet sich als ein Zufallbey andern Krcmckheiten. Wenn es eine eigeneRranctheit vor sich ist, so ist insgemein eine unor-dentliche Lebens-Art, übermäßiges Essen und un-verdauet-gebliebene Speisen in dem Magen,welchedie Dauungs-Krafft verdorben haben, schuld dar-an. Dieses giebt sich zu erkennen, wenn man einDrucken und gleichsam etwas schweres in demMa-Zen fühlet, oder es verrathen es auch die hausigenBlähungen und das Aufstossen von faulenden, bit-tern, schleimigten und sauren Sachen, oder Ueblig-keiten und Brechen selbst, ja alle die Zeichen zusam-men genommen. So empfinden auch alte ^euteeine Trägheit des gcmtzen Cdrpers mit einem ver-dorbenen Appetite, und dieses entweder aus einemMangel der Lebens-Geister, oder von unreinenSäfften, oder weil die Dauungs-Krasst geschwä-chet oder gäntzlich verdorben, also, daß sie gar nichthungert. Hierdurch werden die Kräffte allmabligdermassen geschwächet, daß die, leider! fast ohne eineandere Kranckheit sterben, zumahl wo sie auch kei-nen Schlafhaben. Dieskönte heissen: sterbenohne eine kranckheit.
Z. 3. Oesster aber ist der verlohrne ^norexi2
Appetit nur ein Zufall bey andern h'mptoma-
Kranckheiten, besonders in hiyigen "«-
Hebern/ starcten Entzündungen, l^ngbrü«-
Ee 2 st»Lkeit