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Versuch über den Character des großen Arztes, oder kritische Lebensbeschreibung Herrn D. Herrmann Boerhaves : nebst einem Verzeichnisse der Boerhavischen Schriften
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mehr Zeit gehabt hätte, so werden sie nichtsbehaupten, das man ihnen nicht leicht ein-räumen könnte. Der Streit wird ledi-glich darauf ankommen, zu bestimmen, obes zn wünschen seyn würde, daß er sich indie Cur der Krankheiten eingeschränktKälte. Allein wo würden alsdenn seineWerke, seine Vorlesungen, und auch seineStudien geblieben seyn? Er hätte alsdennvielleicht niemals dieses zusammenhangendeSystem der Erkenntnisse, diese reinen Be-griffe von den sinnlichen Werkzeugen undden Wirkungen des menschlichen Körpers/und diese Fertigkeit, die Krankheiten zu un-terscheiden und zu heilen erlanget haben.Nun frage ich, ist dieses alles von so gerin-ger Wichtigkeit? ist es nichts gegen denWerth eines erhabenen Grads der Voll-kommenheit in der Praxis, die ich als un-gewiß bewiesen habe? Diejenigen, welchees behaupten, mögen alle diese Dinge zu-vor erwägen, ehe sie einen Muchtsvruchthun.

2. Mein man gehet viel weiter; man Esistschlaget Boerhaves Praxis gänzlich nieder, U^Aunter dem Vorwande, daß sie vollkom Hebung ei-mener hätte seyn können: Usist weit gc- «esArztesfehlet, sagt man, daß erder Welt nüy- dem.""lich gewesen, er bar ihr vielmehr schäd-lich seyn muffen; und es würde zu wün-schen seyn/ daß man seinen Meinun-gen