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glatt, am Bande ganz, aber wellenförmig gebogen. Die Bliitlien bilden 3- bis-lbliitbige kurzgestielte Dolden in den Blattwinkeln; die Blüthenstiele sind weich-haarig; die Blüthenhtille besteht aus 4 ovalen, stumpfen, gelblieh-weissen Ab-schnitten. Die Staubgefässe sind so lang als die Blüthenhülle. die .Steinfrüchteoval, von der Grösse einer kleinen Kirsche, bei der Beife blauschwarz.
Vorkommen. Orient, im südlichen Europa und in allen Ländern ammittelländischen Meere cnltivirt.
Officinell. Fnifiiix Lauri, Bacoae Lauri. Lorbeeren. Die getrock-neten Steinfrüchte. Dieselben sind länglich-rund, kirschengross, schwärzlich blau,getrocknet dunkelbraun, etwas glänzend. Die dünne zerbrechliche Schale mu-schliesst einen bräunlichen, aus 2 Kotyledonen bestehenden, kaffeebohnenähnlichenöligen Kerne. IhrGrerneh ist eigentümlich angenehm aromatisch und sie schmeckenbitterlich gewürzhaft. In Frankreich sind auch die Folia Lauri officinell.
Bestandtheile. Aetherisches Oel. grünes fettes Gel, Laiirin, Wachs,Harz. Amylon, Zucker, Laiirostearin.
Wirkun g. Tonieo-Meeitdns.
Präparate. Oleum Lauri s. Laurinum, Oleum Lauri unguino-.s- um s. expressum. Dieses Oel wird in Frankreich, Spanien u. s. w. durch Aus-pressen und Auskochen der frischen Früchte gewonnen. Es bildet ein salben-artiges, körniges, grünes oder gelbgrünes Oel, von eigenthünilichem Geruch undbitterem Geschmack. In Aether ist es leicht löslich und enthält neben fettem Oelund Laurostearin auch aetherisches Oel und Chlorophyll. Bezüglich der Prüfungbemerkt die Pharmacopoea germanica noch ausdrücklich, dass die grüne Farbedurch Salmiakgeist nicht verändert werden soll. Bestandtheil des Emplastrumde Meliloto.
Anwendung. Die Beeren wurden namentlich bei Schwäche der erstenWege und Störungen im Monatsgeschäft, zumal bei vorhandener Amenorrhoe an-gewandt, gegenwärtig benutzt man sie grösstenteils nur noch als Volksmittel;vorzugsweise wird gegenwärtig das Ol. laurinum äusserlich zu Einreibungen,Linimenten und Salben gegen alte gichtisch-rheumatische Zufälle, Lähmungen,Krampf- und Blähkoliken, habituelle Durchfälle, Wurmbeschwerdeii, chronischeHautausschläge, zumal gegen Verletzungen flechsiger, sehniger oder sehr sensiblerGebilde, gegen Verrenkungen, kalte Geschwülste und träge Drüsenanschwellungenangewendet.
Erläuterung der Äbbilclungeu.
Ein blühender Zweig
1. Eine Blüthendoldcthen.
a. Zwei Blamendeckblätter
t männlichen BIü-
Eine Bltithendolde mit einigen weiblichenBlüthen, in welcher sieh bei :i noch einigeDeckblätter erhalten Iniben.
.'!. Eine weibliehe Bluthe mit 4 Biathenhüfl-abschnitten, vergr.
4. Die reife Steinfrucht auf. verdicktein Frucht-boden.
5. Eine Steinfrucht, quer durchschnitten.
a. Das Fleisch und überhaupt die äussere
lllllle.
b. Der Kern.