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2 (1884)
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380
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Daplmc *) mczcrcum 2 ) Ij.

Gemeiner Seidelbast,

Kellerhals, Ziegling, Eochbeere, Zeiland, Pfefferstrauch, Breimwurz,Deutscher Pfeffer, Bergpfeffer, Wolfsbast u. s. w.

Der Kellerhals ist ein 60 bis 90 cm hoher ästiger Strauch mit blassgrauerglatter Rinde. Die Blätter stehen abwechselnd, sind lanzettförmig, am Bandeganz, glatt, stehen an der Spitze der Aeste büschelweise beisammen und erscheinenerst dann, wenn die Blumen zu welken beginnen. Diese kommen, zu 2 oder 3 beieinander sitzend, mit 4 Abschnitten und 8 Staubgefässen, an den vorjährigenZweigen in langen Aehren zum Vorschein, sind gewöhnlich schön roth, seltenerweiss. Die Fruchtknoten sind glatt, mit kopfförmiger sitzender Narbe. Die Früchtesind erbsengross, beerenähnlich und nehmen bei der Reife eine schön scharlach-rothe Farbe an; nur bei der weissblumigen Varietät sind sie gelblich.

Vorkommen. Der Kellerhals erscheint in den meisten europäischen Län-dern von Sicilien bis nach Schweden hinauf in lichten Wäldern, vorzugsweise aufkalkhaltigem Boden.

Officinell. Gortex Mezerei, Seidelbastrinde, die Stammrinde. Eine Rindein ziemlich langen dünnen Bändern, mit bräunlicher, leicht abziehbarer Kork-schicht; mit dünner grüner Mittelrinde; mit einem sehr zähen, biegsamen, fein-faserigen, seidenglänzenden, gelblich weissen Baste; von sehr scharfem Geschmack.Die Rinde soll im beginnenden Frühlinge von dem Stamme und den dickerenAesten gesammelt werden. Uebrigeus ist nach der Pharmaeöpoea germanica dieRinde von Daphne laureo/a L., welche sich von jener durch einen grünen Bastunterscheidet, ebenfalls statt der von Daphne mexsreum L. zulässig.

Hauptsächlich wirksamer Bestand t heil: Scharfes grünliches Harz,ferner Daphnin, Gummi und Zucker.

1) Von (paivOjJ.OCl glänzen, mit der verstärkende» Vorsilbe Öa.

2) Vom italienischen ammazzare, todten.