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1 (1884)
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löslich in Spirit. vini rertifie. (unlösliche Flocken deuten auf beigemengtes fettesOel), 3 Th. Balsam mit 1 Th. Magn. usta gemischt erhärten zu einer Masse, ausder sich Pillen formen lassen. Vermischt sich mit Jod bei langsamem Zusatzohne Verpuffung.

Die Pharmacopoea germanica bemerkt noch behufs der Prüfung: r,eim Ab-dampfen rieche es nicht nach Terpentinöl und hinterlasse alsdann ein zerreib-liches Harz.

Bestandtheile. Aetherisches Oel. Copaivasäure und andere Harze.

Wirkung und Anwendung. Der Copaivabalsam wirkt den balsamischenMitteln analog, da jedoch derselbe seine Hauptwirkung auf die Urogenitalorganezu erstrecken scheint, so giebt man ihn jetzt ausschliesslich bei Tripper und zwarnach Hunt er, A. Cooper, Lawrence u.A. erst bei Nachtripper, nach Au-siaux, Rabes, Delpech u.A. in grossen Gaben schon zu Anfang der Entzün-dung. Die grosse, aber keineswegs zuverlässige Wirkung des Balsams beiTrippercatarrh der männlichen Harnröhre ist, anerkannt; der grosse Uebelstandbei seiner Anwendung besteht aber in einer Reihe von physiologischen Wirkungen,welche nicht selten zum Aussetzen des Mittels nöthigen; dahin gehören derschlechte Geschmack, das ekelhafte Aufstossen, die Reizung der Lippen und derMundhöhle, vor Allem aber die Reizung des Magens und Darms, wodurchgastrische Erscheinungen u. s. w. hervorgerufen werden.

Dosis und Form der Anwendung. 20 bis 30 Tropfen. Die besteForm, den Balsam anzuwenden, ist Pillenform und namentlich mit Magnes. ust.oder in Gallertkapseln, wogegen das Arzneimittel in Emulsionsform oder mitWasser und einem Zusatz einer bitteren Tinctur, z. B. Tinct. (ort. aurant. ungerngenommen wird. Auch das ätherische Copaivaöl wird dann und wann inneuerer Zeit angewendet; dasselbe kann auch zu 15 bis 25 Tropfen gereichtwerden und zwar am besten in Form einer Emulsion mit Vitell. ori und einemaromatischen Wasser.

Erläuterung der Abbildungen.

A. Ein blühender Zweig.1. Eine Blüthe, vergrössert.

2. Kelchziptel von der Aussenaeite.

3. Die Hülse.4. Dieselbe geöffnet.