Der Spezereyen und Materialien
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der Benzoe verkaufst werde, alldieweiler ihr dermassen gleich siehet, daß, wonicht der Geruch thäte, es Mühe genuggeben dürffte, wenn man ihn davonunterscheiden solte.
Der rveisse Galipot wird geschmol-tzen und darnach in gantze und halbeBariques gethan, welches Stückensind, die 350. bis 7QQ. Pfund wiegen.Nach diesem wird es uns, unter demSchlechter Titel, schlechter oder gemeiner Ter-^T<33 pennn zugesendet, und muß so klar als
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SchlechterVerniß.
möglich, auch nicht voll Wasser seyn.
Gleichwie aber der Terpentin einHartz ist, welches bald mehr, bald we-niger klar und lauter ist, also findet sichiezuweilen in den Tonnen, darinne die-se Waare gebracht wird, bis zu 50.Pfund Terpentin, der so klar ist wieWasser, und oben aufschwimmt: den-selben verkauffen etliche für VenedischenTerpentin, mag aber an der röthlichtenFarbe gar bald erkennet werden.
Der gemeine Terpentin wird garsehr von den Buchdruckern zu ihrerFarbe gebraucht: desgleichen von denSchmieden, und zur Bereitung desschlechten Vernisses,welcheralsoverfer-tiget wird: man last den gemeinen Terpentin in Terpentinöle zergehen; dochsoll es an abgelegenen Orten, wegenFeuersgefahr, geschehen.
Der Terpentin wird in grossen Kol-ben distilliret, so gehet zu erst ein Wasser,hernach ein weisses, und denn ein rothesOel herüber, welches letztere ein rechternatürlicherBalsamist,sowohlzllWun-den, als zu erfrornen Gliedern dienlich.Weil aber dieses weisse und rothe Oelgar wenig im Brauch ist, dahero pfle-gen wir auch nicht damit zu handeln.Im Gegentheil und gleichsam zumVer-gelt vertreiben wir eine bedencklicheMenge Oels, das aus dem Galipor,der nur erstlich aus dem Baume ge-lauffen, über den Helm getrieben, undindemWalde beyCuges, vier Meilenvon Marseille, und in den Einöden beyBourdeaux sehr hauffig bereitet wird.Wir nennen und verkauffen es mit und
Kssemi,,hin.unter dem Titel olcum Xtliereum,spisi-"« und olemn ^^ z^h ^^2 lerebintKlNX. Aus dem
ne m MX. .^ ^IH^ hinterstelligen wird ein tru-cken Pech bereitet, welches wir Arcan-son llnd schwartzes Pech zu nennenpflegen.
Das Terpentinöl, welches gut zuverkauffen, und zu allerhand Sachendienlich seyn soll, muß klar seyn, undweiß, wie Wasser, eines starcken durch-tringenden Geruchs. Es ist aber aucheine Waare, die sich übel aufbehaltenlaßt, weil ihr so gar viel abgehet, undgrosse Gefahr, Feuershalber, dabey ist:daß demnach wenig Profit davon zu ge-warten, sonderlich wer es in gantzenverkaufte; daher es auch ihrer vielenicht einmahl führen mögen. Es wirdingleichen von vielen andern Leuten, z.E. von Mahlern, Schmieden und sofort, gebraucht. Auch ist es ein natür-licher Balsam zu allen frischen Wun-den dienlich.
Mich haben etliche versichern wollen,das Terpentinöl, welches von Mar-seille in weissen blechernen Flaschen ge-bracht wird, sty mit denen wie Gewür-tze riechenden Kräutern, als da ist, Thy-mian, Rosmarin, Lavendel, und der-gleichen , abgezogen worden, und werdedeshalben ^"/e ^6^/, Krauteröl, KrautM.gcnennet. Alleine dieses ist mir nie-mahls, ohnerachtet ich gar viel Briefevon Marseille erhalten, nicht bekräfti-get worden; vielmehr hat man michvergewissert, es werde von Galipot ge-macht.
Den Galipot laßt man mit ein kleinwenig Terpentinöl und gemeinem Ter Misses oderpentin zergehen; das nennen wir her Zuraund,.
Nach /»<>" ss^/e, UNd /"« ^/-c6e i/e H<w^ '"^ Pech.
F^«e, schmienchres und weljKsBurgundlsches Pech, dieweil, dersage nach, das beste zu S.Nicolausin Lothringen gemachet wird. Helltzu Tage aber kommt das beste aus Hol<land und von Srraßburg / daher las-sen wir es bringen. Wobey zu mercken,daß es nur incognno und verstohlnerWeise komme,dennwo man diejenigen,die es bringen, ertappet, werden sie sofort gestraft, dieweil es eine contreban-de und verbotene Waare: und dennochthun die Holländer, als ob man ihrerin Franckreich nicht entrathcn tönte.Wahr ists, daß es viel vollkommener:iedennoch aber wird es auch hier und dain Frankreich bereitet, welches demHolländischen dermassen beykommc,daß man es mit genauer Noth davonunterscheiden kan.Ich vermeine, diß sey die Ursache,
warum