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3 (1837)
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Brassica Rapa.

Syst. sex. Tetradynamia Siliquosa. Syst. nat. Cruciferae. Iuss.

Char. gen. Kelch 4-blättrig geschlossen, Blumenkrone 4-blättrig; Staubgefässe6, vier länger; Schote cylindrisch mit der Länge nach aufspringenden Klappen, linealischerScheidewand, und kleinem kurzen stumpfen Griffel. Saamen einreibig, fast kugelig; Keimmit in der Mitte gefalteten Saamenblättern, das Würzelchen in der Falte liegend.

Char. spcciei: Wurzelblätter leierförmig, grün, borst-haarig, mittlere Stengel-blätter eingeschnitten, oberste ganzrandig kahl.

Abänderungen: Man findet grosse Verschiedenheiten bei den Rüben in Bezug aufdie Wurzel, sie ist entweder ganz dünn spindelförmig (var. oleifera); oder sie ist dick undlänglich, allmählig nach unten abnehmend (var. oblonga); oder sie ist oben dick angeschwol-len, fast kugelig und geht dann plötzlich in einen schmalen untern Theil über (var. depressa).

Synonyme: Brassica Rapa Linne und aller Schriftsteller. Deutsche: Rübe, weisseRübe, Wasserrübe, märkische Rübe u. s. w.

Vaterland: Unbekannt, wird in ihren verschiedenen Abänderungen auf sehr verschie-dene Weise in den gemässigten Gegenden der Erde kultivirt. Blüht gewöhnlich im zweitenJahre im Frühling.

Beschreibung: Wurzel aussen schmutzig gelblich, innen weiss, mehr oder wenigerfleischig und gross, allmählig spitz auslaufend, oder gleichsam abgesetzt sich verdünnend;Wurzelblätter mehr oder weniger gross, der Erde angedrückt ausgebreitet, leierförmig,fiederspaltig, grün mit einzelnen steifen Haaren besetzt, im zweiten Jahre vergehend. Sten-gel 2 3 Fuss hoch, rund, nach oben hin zuweilen ästig; Stengelblätter mit herzförmi-ger Basis sitzend, die untern leierförmig-fiederspaltig, die obern allmählig einfacher und end-lich ganz und ganzrandig. Bliithen in einer anfangs flachen, später sich verlängernden Traube,f;elb; Kelch weit offenstehend, länger als die Kronenblattnägel. Schoten fast aufrecht, cy-indrisch, etwas zusammengedrückt, 1£ 2 Zoll lang, durch die einseitig gestellten fast ku-geligen braunen und glatten Saamen etwas wulstig.

Off. Radix Brassicae Rapae. Die fleischige Wurzel im frischen Zustande und zwarvon der Abänderung, deren man sich als Gemüse zu bedienen pflegt.

Chemische Beschaffenheit. Es enthält diese Wurzel ausser dem in dieser Familieeigenthümlichen flüchtigen scharfen Stoff, viel Zucker, mehrere Salze, Stärkemehl u. s. w., dochist eine genaue Analyse davon noch nicht bekannt.

Nutzen: Bekannt ist der-Nutzen der Rübenarten in der Land- und Hauswirthschaftals Nahrungsmittel und als Oelgewächs, medicinisch hat man sich der Rübe als eines äus-serlichen Mittels z. B. gegen Frostbeulen bedient, innerlich aber den ausgepressten Saft beikatarrhalischen Leiden des Halses und der Brust empfohlen.

Erklärung der Kupfertafeln 283 und 28 i. Taf. 283. Die blühende Spitze des Stengels in nat. Gr.; a) ein jun-ges Saamcnpßünzchen ebenso; b) ein Blumenblatt ebenso; c) d) der Kelch mit den Geschlechts-organen ettzas vergr.; e) die junge Schote in nat. Gr ; f) g) dieselbe reif und geöffnet, ebenso;h) Saamen vergr. Taf. 284. Ein unteres Stengelblatt in nat. Gr.; a) bj c) Wurzeln verschiede-ner Abänderungen in nat. Gr.