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3 (1837)
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77
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tigend, von eigenthümlich starkem und durchdringenden Geruch und erst erwärmendem, dannkühlendem, bitterlichem Geschmack. Nur mit Zusatz von etwas Alkohol oder Aether lässt ersich pulvern.

Chemische Beschaffenheit. Der Campher löst sich wenig in Wasser, wohl aber in Wein-geist, Aether, ätherischen und fetten Oelen auf. Er krystallisirt durch Sublimation in Octay-dern oder sechsseitigen Blättern, wird bei -j- 110° R. dünnflüssig und verflüchtigt sich end-lich in Form dicker weisser Dämpfe; angezündet brennt er mit heller rauchender Flamme.Kosegarten fand, dass durch Behandlung mit Salpetersäure aus ihm eine eigene Säure, dieCamphersäure (Acidum camphoricum), gebildet werde. Spec. Gew. 0,985. Besteht aus74,07 Kohlenstoff; 11,24 Wasserstoff, 14 Sauerstoff.

Nutzen: Der Campher iindet eine vielfache technische Anwendung, beim Lackiren,bei der Feuerwerkern, zum Vertreiben der Insekten von Sammlungen u. s. w. In der Ar-zeneikunst ist er ein kräftiges schätzbares Mittel, welches äusserlich wie innerlich auf sehrverschiedene Weise in mannigfaltigen Krankheiten angewendet wird und eins der flüchtigstenund durchdringendsten Reizmittel für das Nervensystem ist, dessen Einathmung in stärkermMaasse sehr schädlich werden, dessen innerer Gebrauch sogar tödtlich werden kann.

Erklärung der Kupfertafel 263. Ein blühender Zweig in nat. Gr.; a) eine ganze Blume, b) dieselbe coninnen gesehen, c) ein Zipfel derselben; d) ein Stuubgefäss ohne Drüsen, e) eins dergleichen mitDrüsen; f) eine Drüse besonders; g) der Stempel in der Geschlechtshülle liegend, alles mehr oderweniger vergr.; b) Früchte in nat. Gr.; i) eine solche aus ihrer Unterlage genommen und k) halbdurchgeschnitten, alles in nat. Gr.

Laurus Ca

s s i a.

Syst. se.r. Enneandiia Monogynia. Syst. nat. Lauriucae Auct.

Chär. gen. S. bei Laurus Camphora.

Chor, specici: Zweiglein eckig und wie die Blattstiele strieglicht-filzig; Blätterlänglich, an beiden Enden spitzlich, unten gekrümmt-aderig, dreifach-nervig, die Nerven ander Blattspitze verschwindend; Rispe schmal, seidig; Geschlechtshülle 0-spaltig, bei derFruchtreife nur die Spitzen der Zipfel abwerfend; Staubgefässe 9, in dreifacher Reihe, diedrei innersten mit 2 gestielten drüsigen Anhängen an der Basis: drei Nectarien; Staub-beutel 4-fächrig; Frucht in der abgeschnittenen 6-theiligen Geschlechtshülle stehend.

Synonyme: Laurus Cassia Nees v. Esenbeck und anderer Schriftsteller, nicht Linne's;Persea Cassia Sprengel; Cinnamoinum Cassia Fr. Nees v. Esenbeck und Hayne; Cinnamomumaromaticum C. G. Nees v. Esenbeck. Deutsche: Cassienzhnmt.

Vaterland: _ Wächst in China, wird aber in Java kultivirt, und kommt auch in euro-päischen Gärten vor.

Beschreibung: Ansehnlicher schöner Baum. Zweige wechselnd, lang, abstehend,die älteren mit runzliger, aschfarbiger kahler Rintle bedeckt; die Jüngern etwas zusammenge-drückt und mit seidig-sam'mtartigem graulichem Filze bekleidet, an der Spitze beblättert. Blatt-stiele dicklich, einen halben Zoll lang, bekleidet wie die Zweige. Blätter häufig wegenihrer Schwere hängend, nicht immer gegenüber gestellt, lederig, oben grün-glänzend, unten