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Beschreibung:
n. Zweige nnd Zweiglein eckig,)ig. Blätter gestielt, wechselnd, 2 I
etwas zusammen-Zoll lang, eyförmig
Ein Büumchengedrückt, gestreift, fein behaart, rostfarb __
mit kurzer aber stumpfer Zuspitzung, ganzrandig, leicht nervig, oben grün und mit seltenenweisslicli rundlichen Schüppchen überstreut, unten mit ähnlichen fast bedeckt, silberweiss,ausserdem noch von durchsichtigen Drüsen wie durchbohrt erscheinend. Blattstiele kaumeinen halben Zoll lang, auch mit Schüppchen besetzt. Blüthentrauben achsel- und end-ständig, ästig oder zusammengesetzt, aus kurzen ausgebreitet stehenden Träubchen. Blumenzahlreich, genähert, fast sitzend, einhäusig; die männlichen oben stehend, kleiner, die weib-lichen wenige, unten stehend, kurz gestielt. Kelch von beiden 5-theilig, die Theile eyförmigconcav, offen stehend, aussen silberig-schuppig, am Rande weisslich-zottig. Blumenkronebei beiden aus 5 kleinen eyförmigen weissen Blättern. Staubgefässe 10 —12, an derzottigen Basis dicht an einander gränzend, aber nicht verwachsen; Staubbeutel eyförmig,blass. Fruchtknoten rundlich, rostfarbig-punctirt. Drei Griffel, mit gabeltheiligen aus-gebreiteten Aesten und stumpfen Narben. Kapsel fast kugelig, sehr fein warzig, schuppig,kaum grösser als eine Erbse, 3-furchig, 3-fächrig, 6-klappig.
Off. Cortex Cascarillae. Die Rinde der alten Zweige und des Stammes in 3 — 4 Z.langen, meist zusammengerollten oder rinnenförmigen Stücken, welche fest und schwer, mitweisslich-aschgrauer, etwas querrunzlicher, nicht selten mit kleinen Flechten bedeckterAussenfläcbe, innen gelbiich-röthlichbraun oder gelb-zimmetfarben, auf beiden Seiten ziemlicheben. Aussen zeigen sich zuweilen auch schwarze Flecke. Der Querbruch ist kurzsplittrig,sehr glatt, schwach-glänzend, braunroth. Auf der innern Fläche sitzen zuweilen nochStückchen des weissen Holzes daran. Geschmack bitterlich, gewürzhaft, zuletzt scharf, derGeruch beim Verbrennen sehr angenehm, sonst kaum bemerklich.
Chemische Beschaffenheit: Nach Trommsdorff enthält die Cascarillrinde: 1,6 flüchtigesOel* 15,1 braunes balsamisches, schwach bitteres Harz; 18,7 Gummi mit Bitterstoff und eineSpur salzsaures Kali; b5,b Holzfaser. Brandes wollte darin ein eigentümliches Pflanzenal-caloid gefunden haben, was jedoch nicht näher bestätigt ist.
Nutzen: Die Cascarillrinde wird wegen ihrer aromatischen Bitterkeit besondersempfohlen bei Schwäche der Verdauung, zur Stärkung des Magens und der Unterleibseinge-weide, so wie bei manchen krampfhaften Leiden dieser Organe, ebenso als stärkendes Mittelnach hitzigen Fiebern, und bei Wechselfiebern statt oder mit der China. Man mischt sieauch unter den Taback, um diesem einen angenehmen Geruch zu geben, doch verursacht siedann leicht Schwindel und Betäubung.
Erklärung der Kupfertafel 260. Ein blühender Zweig in not. Gr.; a) Cascarillrinde von aussen undb) von innen gesehen, in nat. Gr.
Croton Tiglium.
S}St. sex. Monoecia Monadelphia od. Monadelphia Dodecandria. — Syst. nat. Euphorbiaceae.
Char. gen. S. bei Croton Eluteria.
Char. speciei: Stengel strauchartig; Blätter eyförmig, lang zugespitzt, entfernt-klein-gezähnt, sehr fein sternhaarig, an ihrer Basis jedseits neben dem Blattstiel mit einerDrüse; Trauben einfach, endständig; nur die männliche Blume mit Blumenkrone; Kapselfast kahl.